Finanzkrise
Griechischer Fonds für Bankenrettung hat Milliarden übrig

Gute Nachrichten für Griechenland: Um seine angeschlagenen Banken zu retten, braucht das Land weniger Geld als bisher gedacht. Insgesamt sieben Milliarden Euro werde der Fonds übrig haben, zur Freude der Steuerzahler.
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AthenGriechenland muss in seine angeschlagenen Banken offenbar weniger Milliarden stecken als erwartet. Nach der Rekapitalisierung der vier größten Institute werde der Fonds bis zu sieben Milliarden Euro übrig haben, erklärte am Mittwoch Notenbankchef Georgios Provopoulos. Die Banken National, Alpha, Piraeus und Eurobank benötigen insgesamt 27,5 Milliarden Euro, um Löcher in ihren Bilanzen zu stopfen. Diese waren hauptsächlich durch Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen entstanden.

Der griechische Fonds für Finanzstabilitätsfonds wurde im Rahmen des Rettungspaketes der Troika aus IWF, EU und EZB mit 50 Milliarden Euro ausgestattet. Ein Teil des Geldes wird auch zur Abwicklung kleinerer Institute benötigt. Das übrige Geld könne genutzt werden, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen weiter verschlechterten, erklärte Provopoulos vor einem Parlamentsausschuss. Ziel der Notenbank sei jedoch, im Interesse der Steuerzahler so viel Geld zurückzubehalten wie möglich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Finanzkrise: Griechischer Fonds für Bankenrettung hat Milliarden übrig"

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  • Jaja, der griechische Steuerzahler wird sicher nicht der sein der sich freuen darf. Nicht mal der normale Bürger. Ob Steuerzahler oder nicht. Den die haben bisher nichts, absolut nichts von den zig Milliarden gehabt, die die EU-Oberen so großzügig nach Hellas transferiert haben.
    Aber ich bin mir sicher, daß die zuständige Politkaste schon dabei ist, sich neue Anzüge zuzulegen. Mit etwas größeren Taschen. Schließlich muß die Kohle ja irgend wohin.
    Und hat der Politiker den Hals richtig voll, freut sich das Volk. Das dürfte dort so ähnlich sein wie bei uns!
    Ich frage mich dabei nur, wie lange das noch gut gehen soll?

  • "Insgesamt sieben Milliarden Euro werde der Fonds übrig haben, zur Freude der Steuerzahler"
    Welcher Steuerzahler? In Griechenland zahlt niemand Steuern. Wen also soll das freuen? Den deutschen Steuerzahler? Kommt das Geld für die Flutopfer in Deutschland zurück? Denn das würde genau dahin passen. Wo es ja hauptsächlich herkam dank Spendierhosenmerkelanzug?
    Wohl kaum. Denn schon reden wir über den Flutsoli. Nicht etwa für Griechen, nein wieder für den deutschen Steuerzahler, den Deppen EURO&pas. Schreiben Sie doch einfach präziser und journalistisch sauber bis zum Ende, statt auf 1/4 des Weges stehen zu bleiben.

  • Ein Schelm, wer böses denkt. Vielleicht Geld von der EU?

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