Finanzkrise
Sarkozy will einen Weltfinanzgipfel

Der EU-Ratsvorsitzende und französische Staatschef Nicolas Sarkozy prescht bei der Bekämpfung der Finanzkrise weiter vor. Sie solle noch vor Jahresende Thema eines Weltfinanzgipfels sein, fordert Sarkozy.

HB QUÉBEC. Die Gespräche müssten neben der Gruppe der wichtigsten Industrienationen und Russland (G-8) mindestens auch China, Indien sowie ein arabisches Land einbeziehen, forderte Sarkozy am Freitag (Ortszeit) nach einem Treffen mit Kanadas Premierminister Stephen Harper in Québec. Ein Datum für einen solchen Gipfel müsse "so rasch wie möglich" vereinbart werden, sagte Harper bei einer Pressekonferenz, an der neben Sarkozy auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso teilnahm.

In einen gemeinsamen Erklärung begrüßten Sarkozy und Harper die bislang eingeleiteten Schritte zur Eindämmung der weltweiten Finanzkrise. Durch einen Weltfinanzgipfel sollten diese Bemühungen gestärkt werden. Als Ergebnis eines solchen Treffens dürften nicht "vage Prinzipien" stehen, forderte Sarkozy. Ziel sei es, "ambitionierte und pragmatische Lösungen" zu finden. Harper kündigte seine Unterstützung für die Gipfelpläne an.

Beim Gipfel von Québec stand neben der Weltfinanzkrise auch eine verstärkte Wirtschaftspartnerschaft der EU mit dem nordamerikanischen Land auf der Tagesordnung. Anschließend wollten Sarkozy und Barroso in die USA weiterreisen, um dort mit Präsident George W. Bush über die Lage der Finanzmärkte zu beraten.

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