Finanzkrise
USA erwägen Milliarden-Stütze für Häusermarkt

Während die US-Regierung nach den Hilfen für die Finanzbranche nun offenbar auch ein milliardenschweres Paket für den Häusermarkt prüft, hat der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan die Finanzmarktkrise als einen „Kredit-Tsunami“ bezeichnet und den Verlust zahlreicher Arbeitsplätze vorausgesagt.

HB NEW YORK. Bis zu 40 Milliarden Dollar sollen nach einem Zeitungsbericht Banken für eine günstigere Verzinsung von Immobilienkrediten zur Verfügung gestellt werden. Den Vorschlag wolle die Chefin der staatlichen US-Einlagensicherung (FDIC), Sheila Bair, am Donnerstag dem für Banken zuständigen Senatsausschuss vorlegen, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Nach dem Plan will sich die Regierung an den Verlusten beteiligen, die bei einem Ausfall der günstiger finanzierten Hypotheken entstehen. Unabhängig davon prüfe das Finanzministerium zudem Möglichkeiten, das 700 Milliarden Dollar umfassende Hilfspaket für den Finanzmarkt auch zur Stützung von Immobilienkrediten zu nutzen. Die Regierung könne Hypotheken direkt kaufen und die Finanzierungsbedingungen dafür neu aushandeln.

Der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan erklärte in einem vorab verbreiteten Manuskript einer Rede vor dem Kongress, er und andere hätten geglaubt, dass die Finanzinstitutionen ihre Aktionäre besser schützen würden. Sie seien nun fassungslos. Greenspan bezeichnete die Finanzmarktkrise als einen „Kredit-Tsunami“ in dessen Folge der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze zu erwarten ist.

In seiner Rede, die Greenspan vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses halten wollte, machte er Investoren für die Subprime-Krise verantwortlich, die Bedrohungen durch fallenden Immobilienpreise falsch eingeschätzt hätten. Bedingung für ein Ende der Krise sei eine Stabilisierung der Preise auf dem Immobilienmarkt. Dies sei aber „viele Monate“ lang nicht zu erwarten. Greenspan unterstützte den 700 Milliarden Dollar schweren Rettungsplan der US-Regierung, dessen Auswirkungen auf den Märkten bereits zu spüren seien.

Seite 1:

USA erwägen Milliarden-Stütze für Häusermarkt

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%