Finanzminister
G7 wollen Finanzkrise gemeinsam niederringen

Entschlossen wollen sie vorgehen, alle Instrumente einsetzen. Die sieben führenden Industrieländer der Welt (G7) wollen die weltweite Finanzkrise niederringen - zumindest liest sich so ein Entwurf für die Abschlusserklärung des Ministertreffens in Rom. Und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück will außerdem dem grassierenden Protektionismus einen Riegel vorschieben.

HB ROM. Die sieben führenden Industrieländer (G7) wollen mit allen Mitteln gegen die Wirtschaftskrise ankämpfen und dabei nationalen Protektionismus vermeiden. In einem Entwurf für die am Samstagnachmittag erwartete Abschlusserklärung verpflichten sich die G7-Finanzminister und -Notenbankchefs, eng zusammenzuarbeiten und alle geeigneten Mittel zur Stabilisierung der Märkte zu ergreifen. Zugleich bekennen sich die G7 bei dem Treffen in Rom zu offenen Märkten. „Die G7 verpflichten sich weiter, protektionistische Maßnahmen zu vermeiden.“ Schärfere Vorgaben wurden nicht gemacht.

Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte vor dem zweitägigen G7-Treffen eindringlich vor einer zunehmenden Abschottung nationaler Märkte mit Hilfe staatlicher Rettungspakete gewarnt. Er wollte den aufkeimenden Protektionismus in der Runde mit seinen Amtskollegen aus den anderen G7-Ländern USA, Frankreich, Kanada, Italien, Großbritannien und Japan als zentrales Thema ansprechen. Die G7 wollten ferner den Welt-Finanzgipfel Anfang April in London vorbereiten und über mögliche Ausstiegsszenarien aus den staatlichen Hilfsprogrammen nach der Finanz- und Wirtschaftskrise reden.

In dem der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegenden Entwurf heißt es: „Die G7 verpflichten sich, jede weitere Maßnahme zu ergreifen, die sich als notwendig erweisen könnte, das volle Vertrauen in das globale Finanzsystem wieder herzustellen.“ Dafür werde die gesamte Breite der Instrumente zur Stärkung des Wachstums und der Beschäftigung sowie des Finanzsektors genutzt. „Die Stabilisierung der Weltwirtschaft bleibt oberste Priorität der Wirtschaftspolitik“, bekräftigen die G7-Minister in dem Papier.

G7-Gastgeber Italien wollte am Samstag auf neue Grundregeln für mehr Transparenz im Finanzsystem dringen. Minister Giulio Tremonti sehe ein Regeldefizit. Er wisse aber auch, dass der Prozess Zeit brauche, weshalb Italien von einem „offenen Vorschlag“ spreche, schreibt der Mailänder „Corriere della Sera“. Alle Teilnehmer suchten laut Medienberichten die Versicherung von US-Finanzminister Timothy Geithner, dass die USA sich jetzt nicht abschotteten.

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