Finanzminister

Irland muss nicht so viel sparen

Irlands Finanzminister Noonan glaubt, dass sein Land im nächsten Jahr weniger sparen muss als zuvor gedacht. Ein Spiel mit dem Feuer: Denn 2014 verlässt der Staat den Euro-Rettungsschirm.
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Irlands Finanzminister Michael Noonan will die Sparanstrengungen 2014 zurückfahren. Quelle: AFP

Irlands Finanzminister Michael Noonan will die Sparanstrengungen 2014 zurückfahren.

(Foto: AFP)

DublinIrland hat nach Einschätzung von Finanzminister Michael Noonan genügend Spielraum, um im kommenden Jahr seine Sparmaßnahmen zu lockern. Es sehe danach aus, als sei es möglich, weniger als die bisher geplanten 3,1 Milliarden Euro einzusparen und trotzdem das Defizitziel von 5,1 Prozent der Wirtschaftsleistung zu erzielen, sagte Noonan am Mittwoch. Die Steuereinnahmen seien auf gutem Weg und die Ministerien hätten weniger Geld ausgegeben als erwartet.

Bei der irischen Notenbank und den internationalen Geldgebern dürften nun die Alarmglocken schrillen. Ende des Jahres wird Irland als erstes Euro-Zonen-Mitglied den Rettungsschirm verlassen. Trotzdem muss das Land Vorsicht walten lassen, um die Finanzmärkte nicht zu verunsichern: Die Notenbank hat jüngst ihre Wachstumsprognose fürs laufende Jahr erneut gekürzt und rechnet nun nur noch mit einem Plus von 0,5 Prozent.

Irland muss im November den Haushalt für 2014 vorlegen. Das Land war im November 2010 als zweiter Euro-Staat nach Griechenland mit Hilfen von 85 Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt worden.

  • rtr
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4 Kommentare zu "Finanzminister: Irland muss nicht so viel sparen"

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  • Warum so negativ? Irland hat viel zu bieten und ich sehe keine Probleme. Die Deutschen sind generell negativ, aber es geht voran hier und wir sind kein Griechenland.

  • Wetten doch, das es wieder ein, oder auch zwei, drei Rettungspakete für Irland und Co.geben wird.

  • Natürlich braucht Irland nicht zu sparen. Die haben ja keine die Rückzahlung ihrer Schulden, Dank an die EZB, auf den Sanktnimmerleinstag 2050 verschoben.
    Aber das ist den noch nicht genug, 30 MrD will Irland im ESM unterbringen. Irland macht mich als Deutscher richtig glücklich mit seinen Schulden. Natürlich ist der ESM nicht dafür vorgesehen. Aber wen juckt schon eine weitere Lumperei. Die Deutschen auf jeden Fall nicht - die haben gerade erst gewählt, und zwar die die für diese Lumperei zuständig sind.

  • O-Ton Handelsblatt
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    Ende des Jahres wird Irland als erstes Euro-Zonen-Mitglied den Rettungsschirm verlassen.
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    Wie man's nimmt.

    Die Anleihen beim EFSF laufen bis 2018.

    Und im MoU sind covenants vereinbart.

    Nur frische Mittel (für Staatsverbrauch oder Refinanzierung auslaufender Schuldtitel) wird Irland am Kapitalmarkt refinanzieren.

    +++

    O-Ton Noonan
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    Es sehe danach aus, als sei es möglich, weniger als die bisher geplanten 3,1 Milliarden Euro einzusparen und trotzdem das Defizitziel von 5,1 Prozent der Wirtschaftsleistung zu erzielen, sagte Noonan am Mittwoch.
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    Ein Defizitziel von 5,1% ist an sich schon lächerlich.

    Die Guiness-Säufer träumen immer noch vom grenzenlosen Wachstum.

    Die Kapitalmärkte werden Noonan nächstes Jahr die Flötentöne beibringen.

    Und dann gibt's kein neues Rettungspaket mehr.

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