Finanzminister Schäuble
Griechenlands Schicksal bleibt ungewiss

Die Diskussionen über die Zukunft Griechenlands gehen in die heiße Phase. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat „Zweifel“ an der Erfüllung von Sparauflagen.
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MainzBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hält einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone noch nicht für gesichert. "Wir wollen, dass Griechenland in der Eurozone verbleiben kann, aber Griechenland muss eine Menge tun, das ist noch nicht entschieden", sagte Schäuble laut einer Mitteilung vom Freitag in einem Interview für die ZDF-Sendung "Kampf um den Euro", die am Dienstag ausgestrahlt werden soll.

Es bestünden "Zweifel, dass Griechenland bisher seinen Verpflichtungen gerecht werden konnte". "Diese Zweifel müssen für die Zukunft ausgeräumt werden", sagte der Minister.

Griechenland braucht weitere "20 bis 30 Milliarden Euro", wenn die Regierung in Athen einen Aufschub von zwei Jahren für die Erfüllung der Sparauflagen des Landes erhält, wie ein europäischer Regierungsvertreter am Freitag sagte. Unklar ist noch, wie eine solche Finanzierungslücke geschlossen werden könnte.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Finanzminister Schäuble: Griechenlands Schicksal bleibt ungewiss"

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  • @Vicario
    rein rational hast Du zu 100% recht. Aber ich glaube, wenn die Wahlbeteiligung unter 50% fällt, dann sprechen die Eliten nicht mehr für das deutsche Volk, nicht juristisch, aber moralisch. Vielleicht bringt sie das wieder zur Vernunft.

  • ist doch einfach:

    NACH der Bundestagswahl werden die Regierenden plötzlich und unerwartet erkennen:

    Griechenland tritt aus dem Euro aus.

    Bis zur nächsten Wahl ist es dann wieder vergessen (hoffen Sie) :P

    Sie wollen die Verluste vor der Wahl nicht offiziell realisieren muessen...

    Da ist jeder Spruch ueber einen ausgeglichenen haushalt wie ein gespielter Witz...

  • Wahl 13 : Zur Wahl gehen, Initiative zeigen ! Stimme nicht abgeben, sondern einsetzen und protestieren ! Nicht in die Urne (weg) werfen für korrupte, pseudodemokratische Blockparteien CDU,SPD,FDP,GRÜNE,LINKE ! Alles andere ist besser und wählbar ! Wer nicht wählt, der wählt die Nomenklatura ! Zur Auswahl werden stehen : Die Autopartei, die Anti - € - Partei, die Anti - EU-Partei, die Schöne-Straßen-Partei, die Gerechtigkeitspartei, die Piraten, die Panther, die Weisen, die Freien Wähler, usw. Diesen Parteien muss man über 5 % helfen, damit sie der Nomenklatura einheizen können !

    DEUTSCHES WAHLGESETZ :

    Keine Mindestwahlbeteiligung

    Es gibt bei Wahlen in Deutschland keine Mindestbeteiligung, die erreicht werden muss, damit die Wahl gültig ist. Selbst wenn 99 Prozent der Wahlberechtigten zu Hause bleiben, wird das Parlament entsprechend dem Stimmergebnis des übrigen Prozents der Wahlberechtigten zusammengesetzt. (Sofern das politische System nicht längst vor Erreichen solcher Zustände in einer Revolution umgestürzt wird.) Im Parlament sitzen auch nicht weniger Abgeordnete, wenn weniger Menschen zur Wahl gehen.

    Wer nicht wählt, wählt die Großen

    Auch wenn immer gesagt wird, wer nicht wähle, wähle extrem – von der Nichtwahl profitieren rechnerisch gesehen alle Parteien, die man nicht gewählt hätte, und zwar proportional zu ihrem Stimmenanteil. Wenn beispielsweise ein SPD-Wähler einmal nicht wählt, dann dürfte davon am meisten die CDU profitieren, und umgekehrt. Am stärksten schadet man natürlich der Partei, die man gewählt hätte, wäre man zur Wahl gegangen. Hinsichtlich der kleinen Parteien – und damit auch der extremen – gibt es noch den Zusatzeffekt, dass man durch Wahlenthaltung die Fünfprozenthürde ein Stück weit absinken lässt, so dass sie leichter zu überspringen ist. Dieser Effekt ist aber vergleichsweise gering

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