Finanzministerium
Schäuble-Berater kritisieren Euro-Rettungspaket

Der Wissenschaftlichen Beirat des Finanzministeriums kritisiert die Beschlüsse des EU-Gipfels zur Stabilisierung des Euro. Die Vereinbarungen seien „besorgniserregend“, so die Beamten.
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Berlin. Die Beschlüsse des EU-Gipfels zur Stabilisierung des Euro sind im Wissenschaftlichen Beirat des Finanzministeriums auf Kritik gestoßen. Die Vereinbarungen seien „besorgniserregend“, zitiert der „Spiegel“ einen Brief von Mitgliedern des Rates an Finanzminister Wolfgang Schäuble. 

Anstoß nehmen die Schreiber vor allem am mit 700 Milliarden Euro ausgestatteten Rettungsschirm. An der Bareinlage soll sich Deutschland mit 22 Milliarden Euro beteiligen. Diese Beschlüsse drohten, „Deutschland sowie andere Geberländer zu überfordern“. 

Das Finanzministerium erklärte hingegen, auf dem Gipfel seien Antworten gefunden worden, um eine übermäßige Belastung der Steuerzahler zu verhindern.

Der Schirm verfestige die Fehlsteuerung in der Finanzpolitik und auf den Kapitalmärkten, heißt es dem Magazin zufolge in dem Schreiben weiter. „Das nimmt der Politik Anreize, Verschuldungs- und Finanzkrisen vorzubeugen.“ Zudem sei es falsch, dass ein Forderungsverzicht privater Gläubiger im Falle einer Staatspleite nicht zwingend vorgeschrieben sei. Es sei deutlich geworden, dass ein Schuldenschnitt auch politisch nicht gewünscht sei. „Damit ist die Glaubwürdigkeit des Verfahrens von vornherein erschüttert.“ 

Ein Sprecher des Finanzministerium bestätigte den Eingang des Schreibens und sagte: „Nicht Mutmaßungen über Schuldenschnitte, sondern gemeinsame Anstrengungen für solide Staatsfinanzen sind das Gebot der Stunde.“ Die Stellungnahme des Beirats übersehe, dass die Gipfel-Beschlüsse einen großen Schritt hin zu einer nachhaltigen Finanzpolitik in Europa darstellten. Mit der Stärkung des Stabilitäts- und Wachstumspakts seien Antworten gefunden worden, um eine übermäßige Belastung des Steuerzahlers zu verhindern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Finanzministerium: Schäuble-Berater kritisieren Euro-Rettungspaket"

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  • Deutschlands Exportanteil in die Eurostaaten liegt bei ca. 40%. Frankreichs, Griechenlands, Italiens, Portugals,... und selbst Großbritanniens (obwohl nicht in der Eurozone) Anteil der Exporte in die Eurozone ist größer als der Anteil Deutschlands.
    Das BVerfG muss doch einschreiten und nicht länger tatenlos zusehen.

  • @ Andre was schreibst du da, nichts anderes wie das länder waren aus EU-Deutschland einführen,die sieh nicht bezahlen können also nimt DE Kredit auf schickt das geld gleich mit damit die waren auch gleich bezahlt werden können.hatten wir schon die ganze zeit real.das Deutschland schulden von 2 Billionen hat ist bei dir nicht wichtig das ringsherum nur schulden sind intressiert dich nicht so ein armer griche hat ne menge an schulden zurückzuzahlen nicht nur der und das kann er/sie nicht spielt keine rolle bei dir so ein finanzgau kommt bei dir nicht vor warum nicht noch mal zum mitdenken deutschland kann nichts machen deutschland hat nur schulden und gewinne privatisiert.ich versteh deine herrangehensweise nicht sicherlich haben die Hartz 4 ler selber schuld an ihren schicksal statistisch aller van der leyen,was so nicht stimmt.

  • Sie sind wohl kein Ökonom, sonst hätten Sie realisiert, dass der EURO massive Nachteile für Bürger und Unternehmen hat. Lediglich die grossen DAX-Unternehmen profitieren. Hier die Gründe:
    1) Zu hohe Zinsen im Vergleich mit Weichwährungsländern
    2) Verzicht auf Aufwertungsgewinne
    3) Massive Kapitalexporte in die Weichwährungsländer
    4) Verlust der Währungstabilität
    5) Vesteckte Entwicklungshilfe für PIG-Staaten
    6) Entwicklung einer exzessiven Schuldenkultur

    Zeit zum Aufwachen!

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