Finanzministertreffen

Elf EU-Länder wollen Transaktionssteuer

Die Finanztransaktionssteuer kommt. Bei dem Treffen der Finanzminister in Luxemburg haben sich elf Staaten verständigt, eine Börsenabgabe einzuführen. Das Projekt ist riskant, die wirtschaftlichen Folgen nicht absehbar.
Update: 09.10.2012 - 17:01 Uhr 14 Kommentare
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (r.) mit seinen Kollegen aus Frankreich und Großbritannien. Quelle: dapd

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (r.) mit seinen Kollegen aus Frankreich und Großbritannien.

(Foto: dapd)

LuxemburgIhr Schicksal als Rohrkrepierer schien schon besiegelt - jetzt wird die Finanztransaktionssteuer in Deutschland und einer Gruppe weiterer EU-Länder doch das Licht der Welt erblicken. Insgesamt elf Staaten sagten auf dem Finanzministertreffen am Dienstag in Luxemburg zu, bei der Abgabe auf Geldgeschäfte mitzumachen. Das sind sogar zwei mehr als notwendig, um das deutsch-französische Prestigeprojekt auf dem Weg der verstärkten Zusammenarbeit zu verwirklichen.
Der deutsche Ressortchef Wolfgang Schäuble (CDU) reagierte erleichtert. Die Zusage der elf sei „ein wichtiger Schritt“. Nicht zuletzt für den aufziehenden Bundestagswahlkampf. Denn die als „Gerechtigkeitssteuer“ gepriesene Abgabe ist auch der SPD ein populäres Anliegen. Indem er sie nun mit den EU-Partnern aufs Gleis setzt, nimmt Schäuble den Sozialdemokraten den Wind aus den Segeln.

Schon seit Jahren ist die Abgabe ein europäisches und innerdeutsches Streitthema. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der frühere französische Staatschef Nicolas Sarkozy hatten sich zu ihren Vorreitern ausgerufen. Mit der Steuer soll Spekulanten die Lust am Zocken genommen und der Branche ein legitimer Beitrag zur Bewältigung der Finanzkrise abgeknöpft werden.
„Verheerende Auswirkungen“
Das Problem: Außerhalb der EU will niemand mitmachen. Und auch in vielen europäischen Hauptstädten gibt es massiven Widerstand, insbesondere in der Londoner City und in Stockholm. Und selbst Euroländer wie Luxemburg und die Niederlande bleiben draußen. Denn es drohten „verheerenden Auswirkungen“, sagte Schatzmeister Jan Kees de Jager. Die Finanzplätze befürchten das Abwandern der Branche, ja sogar einen zusätzlichen Konjunkturdämpfer.

Zur Einführung ist es noch ein weiter Weg
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14 Kommentare zu "Finanzministertreffen in Luxemburg: Elf EU-Länder wollen bei Transaktionssteuer mitmachen"

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  • Tut mir Leid, Lobin, aber Sie wirken wie eine schwere Opfer der dogmatischen Propaganda (die es natürlich gibt und die dem Zweck dient, die Massen zu beherrschen). Die von Ihnen genannte Spezie ist ein jeder Bürger, der in irgendeiner Art sein Geld nicht sofort wie ein kleines Kind für ein stumpfer Konsum ausgibt und der der Allgemeinheit im Alter nicht auf der Tasche liegen will . Alleine die Wortwahl: "Hedgefonds und ähnlich arme Investoren" zeugt darüber, wie Sie sich durch propagandistische Manier um die Nase herum führen lassen. Die Transaktionssteuer ist eine völlig überflüßige und nichtnutze Steuer, die nicht einmal den minimalsten Nutzen hat. Die Kosten zu Ihrer Erhebung werden voraussichtlich Ihern Volumina übersteigen. Sie schadet jedoch jedem Land, in dem sie erhoben wird, zu mal sie zusätzlich zu der extraorbitanten Steuer- und Pflichtabgabenlast der Bürger addiert wird. Somit sinkt das verfügbar Einkommen, was wiederum die wirtschaftliche Entwicklung hemmt, die Kapitalflucht fördert und die abartige Bürokratie weiter steigert. Offensichtlich bleiben Ihnen alle diese Tatsachen unentdeckt. Na ja, kein Wunder falls sie auf die "öffentlich-rechtliche" Propagandamaschinerie lesen, hören und sehen. Es geht jedoch nicht nur um diese eine idiotische Steuer, es geht um die ganze Entwicklung des Systems, das auch Sie (falls Sie nicht der Profiteur des Systems sind) beraubt und Ihnen eintrychtert: "kumuliertes Kapital immer mehr in der Lage ist die berühmte dumme Masse für sich arbeiten zu lassen und die eigenen Erträge steuerfrei zu gestalten", um Sie noch ehr harauszunehmen. Es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre.

  • Und die Staatsmafia kann weiter wachsen.

  • Die Finanztransaktionssteuer ist ja grundsätzlich richtig. Ich befrüchte nur, genau wie bei der Kapitalertragssteuer wird uns das als Maßnahme gegen Spekulanten verkauft, aber am Ende ist der Kleinsparer wieder der Gelackmeierte. Deshalb nicht 0,1% auf jeden Handel mit Aktien! Was soll das? Der Aktienmarkt ist nicht das Problem, wo sich Unternehmen Kapital für ihr Wachstum holen und Kleinsparer ihr Geld für die Altersvorsorge anlegen. Also wenn Finanztransaktionssteuer, dann auf bestimmte Derivate und Hochfrequenzhandel und ähnliches, aber nicht auf Aktien!

  • Immer noch warte ich vergeblich auf die Freigabe meiner Information, die doch nur amüsant zu werten ist: Ich finde es in jedem Fall amüsant, wir sich hier Schreiber um eine Spezies von "" PRIVATANLEGERN = hier im Wesentlichen Hedgefonds und ähnlich arme Investoren"" sorgen. Meiner Meinung nach ist die Transaktionssteuer nur ein kleiner Schritt gegen die Entwicklung, nach der kumuliertes Kapital immer mehr in der Lage ist die berühmte dumme Masse für sich arbeiten zu lassen und die eigenen Erträge steuerfrei zu gestalten.

  • Die Tatsache allein, die Finanztransaktionsteur einführen zu wollen, ist in Absurdität nichzt zu übertreffen. Vor knapp Hundert Jahren wären für so etwas nur die Bolschewiki in der Lage. Die Despotie, die sie damals gegründet haben ist nicht nur längst pleite, sie ist mit zig-Millionen von Leichen in die Geschichte eingegangen. Der ideologische Gift, den sie damals ausgestreut haben, vergiftet die Luft bis heute und nimmt so Manchem auch die Luft zum Atmen weg. Selbst wenn das nur ein Tralala-Theater für das Volk sein sollte, wie margit117888 schreibt, ist es schon bedenklich genug, dass niemand in der Lage ist NEIN zu sagen, denn doch was zu viel ist, ist zu viel. "Das Volk" ist sehr manipulierbar (wie täglich vorgeführt) und insbesondere in Deutschland hat es in der neueren Geschichte nicht viel Fingerspitzengefühl gezeigt und häufig die Ungeheuer unterstützt. Und mit dem Irrsinn wird es wohl bei der sog. Transaktionssteuer nicht aufhören. Die Verblödung, Enteignung und damit verbundener Freiheitsberaubung wird garantiert auch weiter gehen. So "gute N8" (wie HansWurst schreibt) wird es wohl auch nicht werden. Ich habe pure Angst.

  • Bis zur tatsächlichen Einführung ist es aber noch ein weiter Weg
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    Ist docgh klar.
    Fürs dumme Volk heißt das doch im Klartext jetzt erstet einmal: seht mal, wir tun was, also wählt uns gefälligst.
    Was dann kommt, ist doch egal und der Bürger hat es bis dahin vergessen

  • Republikaner
    Rene meint das Nazi-Schwert von der anderen Seite.
    Eine Diktatur von links, eine DDR 2.0 eben
    Also nicht der braune Rock, sodnern wieder der rote
    Bei uns läuft doch schon alles darauf hin

  • Unverständlich: 0,1% auf Aktien und 0,01% auf Derivate.

    Damit werden mal wieder die Privatanleger bestraft und die institutionellen Anleger "entlastet".

    Entweder zahlen Alle das Gleiche oder Niemand Irgendwas.

    Wenn man sich dazu noch die Steuerspiele der SPD ansieht darf man sich nicht wundern, wenn Deutschland in die nächste Rezession gleitet.

    Aber Hauptsache der deutsche Miche glaubt, dass nur die Banken an Allem Schuld sind...

  • Also Klartext: der ESM hat seine Arbeit aufgenommen. Nachdem GR nicht zahlen kann - immerhin 19 Mrd. müssen die anderen übernehmen. D hat sich mit 27% verpflichtet (schlichter Wahnsinn!) und muß deshalb den GR Anteil übernehmen. Was auf der Straße passiert ist oberflächlich. Die GR Reise von Merkel kommt dem deutschen Steuerzahler richtig teuer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • @ Rene - hast Du einen Knall? Das Nazi-Schwert steckt wohl in Deinem Kopf!

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