Finanzministertreffen zur Griechenland-Krise
Varoufakis als „Zeitverschwender, Zocker und Amateur“ kritisiert

In Estland treffen sich die EU-Finanzminister. Ihr Thema ist ein Dauerbrenner: Griechenlands Finanzlage. Das geforderte Reformpaket lässt auf sich warten. Finanzminister Varoufakis muss sich daher einiges anhören.
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RigaDie Finanzminister der Euro-Länder haben ihren griechischen Amtskollegen Yanis Varoufakis scharf kritisiert. Wie die Agentur Bloomberg berichtet, soll es auf dem Treffen in Riga ordentlich gekracht haben. Grund: Noch immer konnte Varoufakis keine Reformliste vorlegen, schloss Lohn- und Rentenkürzungen schon vor dem Treffen aus.

Das Vorgehen der griechischen Regierung frustriere die Finanzminister zusehends. Laut Anwesenden sollen sie Varoufakis ein unverantwortliches Handeln vorgeworfen haben und ihn einen „Zeitverschwender, Zocker und Amateur“ genannt haben. Griechische Offizielle wollten die Vorwürfe nicht kommentieren.

Die Zugeständnisse, die Varoufakis vor dem Treffen gemacht hatte, reichen den Euro-Partnern wohl nicht. In einem am Freitag veröffentlichten Beitrag für einen Blog hatte der Finanzminister eine Begrenzung der Frühverrentung in Aussicht gestellt. Zugleich erklärte er sich zum Aufbau einer unabhängigen Steuerkommission, der Fortsetzung von Privatisierungen, einem Angehen der Risiko-Kredite und einer Förderung des Unternehmertums bereit. „Die derzeitigen Missverständnisse mit unseren Partnern sind nicht unüberbrückbar“, gab er sich zuversichtlich. Allerdings Varoufakis betonte auch, dass es zusätzliche Lohn- und Rentenkürzungen nicht geben wird.

Die Gläubiger pochen darauf, dass Griechenland die Auflagen des bis Ende Juni laufenden Hilfsprogramms erfüllt. Ohne Einigung droht Griechenland die Staatspleite. Für alle Seiten gebe es große Dringlichkeit, ein Abkommen abzuschließen, sagte Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem am Freitag.

Die bisherigen Reformvorschläge des Links-Rechts-Bündnisses in dem schuldengeplagten Land wurden von der EU-Kommission, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht gebilligt. Daher wird nur ein Zwischenbericht dieser drei Institutionen erwartet. Die Reformliste ist Voraussetzung für die Auszahlung der von Griechenland dringend benötigten 7,2 Milliarden Euro. Sie sollte ursprünglich bis Ende April vorliegen. Eine Einigung wird bis spätestens Ende Juni angestrebt. So lange läuft das zweimal verlängerte Hilfsprogramm. Griechenland benötigt dringend Geld, um andere Kredite zurückzuzahlen.

Der österreichische Finanzressortchef Hans Jörg Schelling sagte, dass Griechenland ein Austritt aus der Euro-Zone nicht möglich sei, sondern das Land nur die Europäische Union verlassen könne. „Es gibt gar kein Ausscheiden aus dem Euro, nur aus der Europäischen Union“" Dagegen sagte der Chef der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber, dass mittlerweile ernsthafter über einen „Grexit“ diskutiert werde. In der Schuldenkrise sei Griechenland isoliert, sagte der Vorsitzende der größten Fraktion im EU-Parlament der österreichischen Zeitung „Standard“.

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Kommentare zu " Finanzministertreffen zur Griechenland-Krise: Varoufakis als „Zeitverschwender, Zocker und Amateur“ kritisiert"

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  • seit Ende Februar zahlt die EU nichts an Griechenland. Das ist doch schon mal positiv. Konnten die Griechen doch schon mal 2 Monate nicht unser Geld verjubeln. Ja, dafür hat Ihnen die EZB unter die Arme gegriffen, aber von denen gab es auch nur das allernötigste. Und selbst die EZB hat langsam die Nase voll. Ich denke mal das ganze geht noch ein zwei Monate gut, dann wird Griechenland sich entscheiden müssen.

    Warten wir es doch mal ab.

  • Herr Martin Zuehlke24.04.2015, 14:17 Uhr

    Nur so viel über ihren hochgejubelten Hütchenspieler Varoufakis (Quelle: WO):

    Euro-Kollegen beschimpfen Varoufakis als "Amateur" Das Treffen der Euro-Gruppe in Riga sollte den Durchbruch in der Griechen-Krise bringen. Doch davon sind die Verhandlungspartner weit entfernt. Einigen Regierungsvertretern reicht es jetzt endgültig.

  • Willkommen und hereinspaziert!! Und wieder ein neuer Tag andem man, sehr erfolgreich, versucht die Schuld auf die Griechen zu lenken. Doch ich habe meinen Kopf zum selber "Denken" und weiss ganz genau wo die Schuldigen sitzen!!! Auch das Handelsblatt trägt seine Schuld bei zu diesem menschenverachtendem Dilemma!!
    Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!!! (...)

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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