Finanzplan bis 2020 steht
EU legt 1.000.000.000.000-Euro-Streit bei

Eine Billion Euro umfasst das Budget der EU bis 2020. Nach Verhandlungen bis tief in die Nacht einigten sich die Regierungschefs. Spannend machten es die Briten – die den EU-Partnern weitere Zugeständnisse abrangen.
  • 27

BrüsselDie Europäische Union kann bis zum Ende des Jahrzehnts knapp eine Billion Euro ausgeben und steht damit finanziell auf festen Füßen. Die EU-Staats- und Regierungschefs überwanden bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel am frühen Freitagmorgen letzte Blockaden. Das bestätigte Gipfelchef Herman Van Rompuy.

„Die Antwort ist positiv“, sagte der Belgier. Einwände von Großbritannien hatten zuvor für Spannungen bei dem Spitzentreffen gesorgt. Es wird am Mittag zu Ende gehen.

„Das ist ein wichtiger Schritt für die Planbarkeit unserer Ausgaben, für die Möglichkeit für Wachstum und Beschäftigung wirklich etwas zu tun“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Abschluss von mehr als achtstündigen Debatten. Sie sei mit den Ergebnissen zufrieden.

Einen Ausweg aus dem Budgetstreit fand der Gipfel laut Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker in Form eines neuen Zugeständnisses an London.

Großbritannien erhält seit 1984 einen Abschlag auf seine EU-Zahlungen, weil es vergleichsweise wenig von den Agrartöpfen der Union profitiert. Zuletzt belief sich dieser „Briten-Rabatt“ auf 3,6 Milliarden Euro pro Jahr (2011). Beschlossen wurde nun, dass London 200 Millionen Euro mehr Rabatt als bisher bekommen soll, wie Juncker erläuterte.

Mit der Einigung auf den künftigen Finanzrahmen von 2014 bis 2020 in Höhe von 997 Milliarden Euro haben die Staats- und Regierungschefs auch den Weg freigemacht, um arbeitslosen Jugendlichen beizustehen. Bereits in den kommenden beiden Jahren sollen sechs Milliarden Euro fließen - mehr als bisher in dem Finanzrahmen geplant.

Zudem soll der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit mit günstigen Krediten für kleine und mittlere Unternehmen wollen die 27 EU-Staats- und Regierungschefs die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa bekämpfen.

Seite 1:

EU legt 1.000.000.000.000-Euro-Streit bei

Seite 2:

„Geld bis Ende 2015 ausgeben.“

Kommentare zu " Finanzplan bis 2020 steht: EU legt 1.000.000.000.000-Euro-Streit bei"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Es wird Zeit, daß der Deutsche Michel aufwacht. Die EU ist eine Veranstaltung, die uns Bürokratie liefert und die Wirtschaft lähmt. In der internationalen Wachstumsstatistik (laut CIA Factbook) stand Deutschland unter 230 Staaten und Gebieten auf der Welt zuletzt auf Platz 171, Österreich auf 173, und die meisten anderen EU-Staaten noch schlechter. Die Behauptung, die demokratielose EU sei für Deutschland "überlebenswichtig" oder "alternativlos" oder "wir profitier(t)en am meisten", widersprechen den für jedermann erkennbaren Fakten.

    Was braucht Deutschland? Deutschland braucht weiterhin die NATO als Garantie der äußeren Sicherheit. Und sie braucht die Kooperation mit anderen Staaten Europas, um insbesondere einen freien Warenaustausch zu gewährleisten. Dann gibt es einige sehr sinnvolle Spezialdienstleistungen wie z.B. das Europäische Patentamt, dessen Rechtsrahmen aber bezeichnenderweise NICHT zum EU-Rahmen gehört.

    Was Deutschland nicht braucht, sind Agrarsubventionen für französische, spanische und polnische Bauern, oder "Strukturhilfen" für den Balkan und unser Ossiland. Auch brauchen wir nicht Tausende von Subventionstöpfen auf der EU-Ebene, die nur diejenigen Großunternehmen anzapfen können, die sich eine eigene Monitoring- und Antragsabteilung leisten können, und vielleicht noch ein Lobbybüro in Brüssel.

    Hätten wir eine vernünftige Regierung, hätte diese die Finanzverhandlungen blockiert und der EU-Bürokratie einen stufenweisen Rückbau ihres Apparates, ihres Budgets und ihrer Kompetenzen abgetrotzt. Aus meiner Sicht läge das aus deutscher Sicht anzustrebende Zielbudget der EU bei 10 Prozent des jetzigen.

  • Simbabwe ist in Afrika. Nochmal: Raumangebot vieler Premiumhersteller (S-Klasse, 7er, A8 ausgenommen) sind bezüglich der Sitztiefen mehr auf die Asiatischen Märkte ausgerichtet worden. Recherchieren Sie bitte. Ebenso können Sie gut die Entwicklung im Verlauf der Zeit an den Abmessungen der Sitze erkennen (ebenso als Daten im Internet zu finden). Weiterhin die Produkte von Unilever wurden an das Nachfrageverhalten in Indien bezüglich Mengen, Preise, Slogan angepasst. Zusätzlich der Punkt Marktforschung. Also zusammengefasst. So wie Sie es beschreiben ist es möglich das Angebot Nachfrage erzeugt aber auch Nachfrageverhalten das Angebot. Nichts desto trotz stimme ich Ihnen zu das sich eine Nachfrage nach einem bestimmten Gut nur einstellt wenn wenn es nützt bzw. bezahlbar ist, aber das leuchtet auch anderen Leuchten ein.

  • ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND WÄHLEN

    Ich fürchte, die AfD ist eine Bauernfängerpartei. Sie hat jetzt die gleiche Aufgabe, wie zuvor die Piraten für träumende dumme Linke!

    Siehe auch folgender Link:

    AfD: Die einzige realistische Alternative demontiert sich selbst. Aktionsbündnis

    https://mail.google.com/mail/ca/u/0/#inbox/13f752be2491945d
    Der bayerische Landeswahlleiter entschied: Die Landesliste der AfD Bayern ist ungültig! "Alternativen AfD-Newsletter" (Link)

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%