Finanzspritze
USA und China stützen Welthandel

Die USA und China wollen den Handel zwischen ihren Ländern mit einer zusätzlichen Finanzspritze in Milliardenhöhe beleben. „Wir sehen uns beide in der Pflicht, die Weltwirtschaft zu stärken“, sagte US-Finanzminister Henry Paulson am Freitag zum Abschluss zweitägiger Wirtschaftsgespräche in Peking.

PEKING. Insgesamt werden Washington und Peking 20 Mrd. Dollar bereitstellen, um den Handel mit Entwicklungsländern zu fördern. Die Hilfe soll über die staatlichen Export-Import-Banken beider Länder an „kreditwürdige Importeure“ vergeben werden. Damit wolle man den internationalen Handel während der Finanzkise unterstützen, sagte Paulson.

Chinas Vize-Premier Wang Qishan sprach sich zudem für eine baldige Wiederaufnahme der WTO-Gespräche von Doha aus und forderte beide Seiten auf, sich klar gegen „alle Formen von Protektionismus“ zu stellen. Von der amerikansichen Seite war in Peking beklagt worden, dass einige Staaten – anders als auf dem G20-Treffen im November in Washington vereinbart – mit Abschottungsmaßnahmen auf die globale Krise reagieren.

Der in Peking von China und den USA demonstrierte Schulterschluss konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass beide Staaten in vielen Wirtschaftsfragen uneins sind. So forderte Paulson erneut eine Aufwertung des der chinesischen Währung. Die chinesische Notenbank hat den Yuan zum Dollar allerdings gerade erst an Wert verlieren lassen.

Dieser Schritt Pekings wird von Anaylsten als Warnung an die Regierung in Washington gewertet, dass der künftige US-Präsident Barack Obama nicht erneut Druck in der Wechselkurspolitik auf China machen solle. Die USA und Europa werfen China seit Jahren vor, den Wechselkurs der chinesischen Währung zu drücken, um sich Vorteile im Export zu verschaffen. China hatte im Juli 2005 die Anbindung an den Dollar aufgegeben.

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