Finanztransaktionssteuer
Irland will gleiches Recht für alle

Behindert die Finanztransaktionssteuer den Wettbewerb? Der irische Finanzminister Michael Noonan ist davon überzeugt. Er kündigt Maßnahmen an, mit denen sein Land die Wirtschaft steuern will.
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BerlinIn der von Deutschland und Frankreich entfachten Diskussion über eine Stärkung der europäischen Wirtschaftspolitik kommen Mahnungen aus Irland. Seine Regierung werde der Einführung einer Finanztransaktionssteuer nur dann zustimmen, wenn dies auf Ebene aller 27 EU-Staaten geschehe, sagte Finanzminister Michael Noonan der „Berliner Zeitung“ (Freitagausgabe).

Sein Land hätte Probleme mit jeder Steuer, die den Wettbewerb beeinträchtigen würde. Deutlich sprach sich Noonan auch gegen eine Angleichung der Unternehmenssteuersätze in der EU aus. Irlands enorme Konsolidierungsanstrengungen könnten „nur klappen, wenn wir unseren Weg heraus aus der Rezession bestimmen können“.

Dublin werde im Interesse seiner Exportwirtschaft am niedrigen Satz von 12,5 Prozent bei der Körperschaftssteuer festhalten, kündigte der Minister an.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Finanztransaktionssteuer: Irland will gleiches Recht für alle"

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  • @ anderton,
    letztlich und als langfristiges Ziel hat "Diamant" mit den "Vereinigten Staaten von Europa" Recht.
    Nur; es wurden die wenigsten Bürger der einzelenen Länder in Euro auf den Weg in die Zukunft mitgenommen. Es wurde auf dem Weg in DIESES Europa zu viel politischer Mist verbockt. Das noch zu ändern, oder mittels tabula rasa einen Neuanfang zu wagen...nunja?!

    Die Eurobonds werden als Blankoscheck und damit als Unmöglichkeit dargestellt. Einverstanden, aber ein Beispiel:
    In Deutschland sind, neben Bremen und das Saarland seit etlichen Jahren, nun noch weitere Bundesländer finanziell notleidend geworden.
    Statt das Grundübel der Verschuldung anzugehen stellen Politiker in Deutschland doch seit zig Jahren "Bundesbons" mit dem Namen Länderfinanzausgleich aus - mit dem gleichen verheerenden Ergebnis wie es den Eurobonds anhaftet.
    Die Politik hat folglich immer noch nicht das Dilemma begriffen - und so kann Europa einfach nicht funktionieren.

  • Das ist ja alles ganz nett und schön, allerdings natürlich nur in der Theorie. Die gelebte Praxis sieht leider anders aus und dagegen können wir nichts tun! Das sollte auch der letzte einsehen! Wir müssen nunmal scheinbar andere Wege finden anstatt diesem EU-Fanatismus hinterherzulaufen. In der gegenwärtigen Situation sehe ich schwarz für die EU wenn sie so weiter machen wie bisher. Gegen die Völker kann man so eine Politik nicht Dauerhaft machen. Wir alle sind nicht bereit dafür also sollten wir es lassen! Die Franzosen, Iren und Niederländer haben schonmal NEIN gesagt, gestört hat es die Bürokraten kein bisschen!

  • @ Kackbolzen

    und noch ein kleiner Nachtrag:
    Was läßt sich wohl besser kontrollieren aus Sicht von Amerika und Asien - ein einiges Europa oder ein zerstrittenes Europa?
    Denken sie mal darüber nach...

    Ich hab nicht gesagt, das es so, wie es jetzt gerade läuft gut ist und funktionieren kann - ich hab nur gesagt, das es ein Ziel für die Zukunft sein sollte langsam zusammen zu wachsen in Europa. Die heutige Generation wird das nicht verstehen, aber ich hoffe zukünftige Generationen werden merken, das Einigkeit stärker und beständiger ist.
    Wie sagt man doch so schön - die Menschheit muß zusammenrücken, wenn sie die Aufgaben der zukunft meistern will - fangen wir in Europa doch schon einmal damit an^^

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