Finnland
Zwei Iraker unter Terror-Verdacht festgenommen

Elf Häftlinge sollen die beiden Iraker getötet haben, als sie sich 2014 im Irak der Terrormiliz „Islamischer Staat“ anschlossen – so lautet der Vorwurf der finnischen Ermittler. Nun sitzen die Verdächtigen in Haft.

Helsinki/StockholmDie finnische Polizei hat zwei mutmaßliche Mitglieder der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Den beiden Irakern werde vorgeworfen, 2014 in ihrer Heimat elf Häftlinge getötet zu haben, teilten die Ermittler am Donnerstag mit. Der IS habe die Tat gefilmt und online verbreitet. Die beiden 23 Jahre alten Männer seien im September nach Finnland eingereist. Der Sender MTV3 berichtete, mindestens einer von ihnen habe Asyl beantragt. Finnland hatte seine Terrorwarnstufe unlängst von „sehr niedrig“ auf „niedrig“ mit der Begründung angehoben, dass sich das Sicherheitsrisiko durch die stark gestiegene Zahl von Asylbewerbern erhöht habe. 2015 haben bisher 32.000 Menschen vor allem aus dem Irak und aus Somalia in dem skandinavischen Land um Asyl gebeten.

Schweden kündigte unterdessen eine Verschärfung seiner Anti-Terror-Gesetze an. Im Mittelpunkt stehe das Verbot von Reisen zu Kampfeinsätzen im Ausland, teilte die Stockholmer Regierung mit. Demnach sollen die Organisation und Finanzierung solcher Reisen genauso unter Strafe gestellt werden wie die Rekrutierung von Kämpfern. Den Behörden zufolge haben sich mindestens 300 Schweden in Syrien und dem Irak Gruppen wie dem IS oder Al-Kaida angeschlossen. Rund 80 seien nach Schweden zurückgekehrt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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