Flaue Wirtschaft
Defizit in Frankreich steigt

Frankreich bekommt sein Haushaltsdefizit nicht in den Griff. Die Neuverschuldung fällt 2008 mit rund 49 Milliarden Euro um knapp acht Milliarden Euro höher aus als eingeplant, sagte Haushaltsminister Eric Woerth am Freitag zum Auftakt von Budgetberatungen der Regierung.

HB PARIS. Die Verpflichtung gegenüber der EU, bis 2012 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, scheint damit kaum noch erreichbar zu sein.

2009 sei eine Neuverschuldung von 52 Milliarden Euro eingeplant, sagte Worth dem Radiosender RTL. Das Defizit beliefe sich damit wie 2008 auf 2,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Angesichts der flauen Wirtschaft - die Wachstumsprognose wurde inzwischen von 2,5 auf 1,0 Prozent gesenkt - rechnet Woerth nicht mehr mit Impulsen für den Arbeitsmarkt. "Wir bräuchten mehr Wachstum, um Jobs zu schaffen."

Staatspräsident Nicolas Sarkozy warnte am Donnerstagabend, wegen der Finanzmarktkrise kämen noch schwere Belastungen auf die französische Wirtschaft zu. Er versprach, bei etwaigen Bankenpleiten zu garantieren, dass kein Sparer sein Geld verlieren werde. Wegen der angespannten Haushaltslage wurde diese Zusage von Experten aber skeptisch bewertet.

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