Flüchtiger Informant
Snowden zeigt Obamas Amerika Grenzen auf

Lateinamerika drohen, Russland beschwören, Deutschland schmeicheln: Für Barack Obama war der Freitag ein hektischer Tag. Edward Snowden zeigte sich der Öffentlichkeit – doch eine Auslieferung ist nicht in Sicht.
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New York„Hallo. Mein Name ist Ed Snowden“. Wochenlang hatte die Welt darauf gewartet, am Freitag war es endlich so weit: Der Geheimdienst-Informant zeigte sich erstmals seit seiner Flucht aus den USA und Hongkong in der Öffentlichkeit. Vor Menschenrechts-Aktivisten auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo dankte der 30-Jährige allen Regierungen, die ihn unterstützen – und kündigte an, in Russland vorübergehend um Asyl zu bitten.

Mit seinem Auftritt löste der Amerikaner erneut gleich mehrere diplomatische Krisen aus. In den USA, wo Snowden unter anderem wegen Geheimnisverrats mit Haftbefehl gesucht wird, bekam die Regierung am Freitag eine Menge zu tun: Sie drohte in Richtung Russland und Lateinamerika und wurde postwendend scharf kritisiert. Sie musste einen hohen Besucher aus Deutschland beschwichtigen. Und war am Ende des Tages sogar gezwungen, mit einem ihrer größten Widersacher über Snowden zu verhandeln.

Ein hektischer Tag – doch US-Präsident Barack Obama kam seinem Ziel, Snowden habhaft zu werden, offenbar kein Stück näher: Der Enthüller, der umfangreiche Informationen über die Ausspäh-Programme der US-Geheimdienste an die Presse weitergegeben hatte, hält sich noch immer im Transitbereich des Moskauer Flughafens auf. Und vieles spricht dafür, dass er dort auch noch eine Weile bleiben wird.

Daran änderte wohl auch das Telefonat auf höchster Ebene nichts, das Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin führten. Wenige Details aus dem schon länger angesetzten Gespräch wurden bekannt, das Weiße Haus verbreitete am Abend nur Floskeln. „Die beiden Präsidenten betonten die Bedeutung der amerikanisch-russischen Beziehungen“, hieß es, „und besprachen eine Reihe von sicherheits- und bilateralen Themen, einschließlich dem Status von Mr. Edward Snowden“.

Die allgemeine Interpretation: Obama ist bei Putin abgeblitzt. Und das, obwohl die US-Regierung zuvor zumindest verbal den Druck deutlich erhöht hatte. Regierungssprecher Jay Carney kritisierte Moskau am Freitag dafür, das Treffen Snowdens mit Menschenrechtsgruppen zugelassen zu haben. So habe man dem Flüchtigen eine „Propaganda-Plattform“ ermöglicht und die eigenen Beteuerungen gebrochen, in dem Fall neutral zu bleiben.
Auch US-Außenminister John Kerry ließ über seine Sprecherin ausrichten, dass die Russen „noch immer die Möglichkeit haben, das Richtige zu tun und Mr. Snowden in die Vereinigten Staaten zurückzubringen“. Dem gesuchten Straftäter Asyl zu gewähren könne das Verhältnis der beiden Staaten beeinträchtigen, so die Drohung.

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Verschlechtert sich das Verhältnis der beiden Supermächte?

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  • Hier der Link, für die, die Ihren Text nicht verstanden haben:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/spaziergang-zum-dagger-complex-interessiert-die-polizei-a-911215.html

  • Und dieser Obama ist Friedensnobelpreisträger ... Was sich das Kommittee in Stockholm wohl jetzt denkt ?!?

    Tja, einen Preis für Schaumschläger und Blender gibt es noch nicht von Nobel. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, dann könnte man diese miese Figur nochmals ehren.

    Es sieht nicht gut aus für Ed Snowden, aber ich drücke ihm weiter die Daumen. Und lasse mein Handy in Zukunft öfter mal aus.

  • Ich habe mir die Namen der Politiker und Parteien gemerkt und auf meiner, mir gegebenen Festplatte gespeichert. Ich werde sie weder öffentlich nennen, noch Gebrauch davon machen, sie je in Verbindung mit Wahlen hervorzukramen.

    Als Abgleich mit denen, welche nicht vorhanden und darum wählbar sind. Sicher ist sicher, doch vor einem erneuten Reinfall wird man dadurch nicht gefeit sein.

    Im Falle der Nomenkratura unserer NaSA vortrefflichst, unüberbietbar. Die Mittel heiligen den Zweck, darum haben so viele Menschen Probleme mit der Luft und neuerdings mit dem Wetter. Auf die Idee, daß dies Verschwörungstheorie sei, bin ich zwar noch nicht gekommen, wäre aber leicht möglich, wenn mir der Nachbar mein Leben erklärt, das er gerne führen würde.

    Soweit sind wir bereits seit Adenauer, nur die meisten haben nicht bemerkt, die "kriegerischen" Auseinandersetzungen hat es immer noch und dienen zur Erhaltung jedweder Pensionsansprüche. Hüben, wie drüben, sozusagen im Geiste vereint. Wer hätte das gedacht, am wenigsten ein gewisser Herr Kohl. In den vereinigten nordamerikanischen Staaten, exclusive Canada und Mexico, inclusive der Dependance overseas mit Zepter und Krone, sind nur Demokraten und zu derer Übel auch noch Konservative vorhanden. Warum die keine "Sozen" jemals hatten, liegt vollkommen auf der Hand, siehe oben.

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