Flüchtlinge: EU übt Druck auf die Türkei aus

Flüchtlinge
EU übt Druck auf die Türkei aus

Am Montag beraten die EU-Staatschefs mit dem türkischen Ministerpräsidenten über die Flüchtlingskrise. Im Vorfeld mahnt Brüssel Ankara, weniger Migranten über die Grenze zu lassen. Und nennt eine konkrete Zahl.

BrüsselWenige Tage vor dem Gipfeltreffen in Brüssel macht die Europäische Union nach Angaben von Insidern Druck auf die Türkei, dass von dort weniger als 1000 Migranten täglich nach Griechenland durchkommen. Vor allem Deutschland wolle erreichen, dass sich die Zahl nur noch im dreistelligen Bereich bewege, sagten zwei EU-Vertreter am Mittwoch.

Derzeit erreichen etwa 2000 Menschen pro Tag von der Türkei aus die nahe gelegenen griechischen Inseln. Die EU-Staaten und die Türkei beraten am Montag in Brüssel über Maßnahmen zur Eindämmung der Flüchtlingskrise. Mit dabei: der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte in Brüssel zuletzt deutlich gemacht, dass bis dahin die Zahl der ankommenden Migranten deutlich sinken muss.

Zum ersten Mal nimmt die Türkei nach Angaben der EU-Kommission eine größere Zahl von Migranten aus Griechenland auf, die keine Aussicht auf Asyl in der Europäischen Union haben. Die 308 Personen stammten vornehmlich aus Tunesien, Marokko und Algerien, teilte die Brüsseler Behörde mit. Eine Übereinkunft zwischen der EU und der Türkei über die Rücknahme von Personen, die widerrechtlich eingereist sind, gibt es bereits seit 2014. Bisher gab es aber nur wenige Abschiebungen von Migranten in die Türkei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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