Flüchtlinge im Mittelmeer
Bundeswehr rettet knapp 300 Menschen

Fast 300 Flüchtlinge, darunter Kinder, sind dank des erneuten Einsatzes der „Hessen“ nun auf dem Weg nach Italien: Die Bundeswehr-Fregatte rettete sie von drei Booten, die vor der libyschen Küste in Seenot geraten waren.
  • 4

BerlinBei ihrem Einsatz im Mittelmeer hat die Bundeswehr am Donnerstag erneut fast 300 Bootsflüchtlinge gerettet. Zunächst nahm die Fregatte „Hessen“ gut 80 Kilometer nordöstlich der libyschen Hauptstadt Tripolis 107 Flüchtlinge an Bord, wie die Bundeswehr mitteilte. Stunden später rettete die Bundeswehr weitere 102 Menschen von einem in Seenot geratenen Schlauchboot. Am Abend nahm sie 85 Menschen von einem weiteren Boot an Bord.

Wie die Bundeswehr in der Nacht zu Freitag mitteilte, zählten zu den insgesamt 294 am Donnerstag geretteten Bootsflüchtlingen 28 Frauen und drei Kinder. Die ersten Einsätze hätten zwei Schlauchbooten gegolten, die 83 Kilometer nordöstlich und 117 Kilometer nördlich von Tripolis geortet worden seien. Das dritte in Seenot geratene Boot trieb laut Bundeswehr 115 Kilometer östlich der libyschen Hauptstadt.

Die „Hessen“ werde mit den Flüchtlingen voraussichtlich am Freitagvormittag im sizilianischen Pozzallo eintreffen. Dort würden die Flüchtlinge den italienischen Behörden übergeben.

Die „Hessen“ und das Versorgungsschiff „Berlin“ sind seit mehr als einer Woche im Mittelmeer im Einsatz. Seither retteten sie bereits hunderte Flüchtlinge, darunter Frauen und kleine Kinder. Die Geretteten wurden anschließend in die süditalienische Hafenstadt Reggio di Calabria gebracht.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Flüchtlinge im Mittelmeer: Bundeswehr rettet knapp 300 Menschen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Bundesregierung scheint mit den Schleuserbanden und deren Hintermännern zu kooperieren. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie Boote er Bundeswehr in das Mittelmeer schickt, um die Armutsflüchtlinge nach Italien zu bringen.

  • Das Problem beginnt weder "Booten" noch bei den "Schleppern". Das Problem beginnt doch auf der politischen Ebene lange vorher, bevor die Leute sich in ihrer Hilflosigkeit auf den Weg nach Europa machen.

    Man wird an den Spruch von Frau Merkel erinnert: Wir arbeiten mit bestem Wissen und Gewissen!"

    Offensichtlich reicht dies mit der Mannschaft nicht.

  • Kann die Mannschaft der "Hessen" nicht mit dem Kompass umgehen?

    Da sie die aus Libyen kommenden Bootsflüchtlinge in die falsche Richtung transportiert - nach Norden, die müssen aber wieder nach Süden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%