Flüchtlinge in Darfur-Region benötigen Hilfe
Sudan legt Helfern Steine in den Weg

Die Flüchtlinge aus der westsudanesischen Provinz Darfur sind auf Hilfe angewiesen. Internationale Hilfsorganisationen haben der sudanesischen Regierung jedoch vorgeworfen, die Flüchtlingshilfe in der Region zu behindern.

HB NAIROBI/GENF. Die Deutsche Welthungerhilfe warte seit Anfang des Monats auf eine Genehmigung, um in der Gegend von Kutum etwa 1100 Tonnen dort gelagerte Lebensmittel zu verteilen, sagte Projektmitarbeiter Rüdiger Ehrler am Mittwoch. Die amerikanische Organisation USAID hatte kürzlich die Verzögerung von Visaanträgen scharf kritisiert.

Trotz des von Khartum zugesicherten freien Zugangs nach Darfur sind bislang nur wenige Hilfsorganisationen in der Krisenregion vertreten. Das Welternährungsprogramm WFP hat unterdessen mit der Verteilung von Hilfsgütern für 800 000 Menschen begonnen. „Wir können aber noch nicht jeden Ort erreichen, den wir erreichen wollen“, sagte eine WFP-Sprecherin.

Flüchtlinge, die aus dem Sudan in den Tschad gelangt sind, seien ebenfalls durch mangelnde Versorgung bedroht, betont die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF). Unterernährung und Krankheiten bedrohten Zehntausende in den überfüllten Lagern. Regierungsnahe arabische Milizen griffen die Flüchtlinge auch jenseits der Grenze an.

Nach Angaben der Vereinten Nationen in Genf sind rund eine Million Flüchtlinge in der Darfur-Region noch mindestens eineinhalb Jahre lang auf Hilfe angewiesen. Die Lage in der Region im Westen Sudans habe sich nur leicht verbessert, sagte Daniel Augstburger vom UN-Büro für humanitäre Hilfe am Mittwoch in Genf.

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