Flüchtlingsboot in Seenot
Etwa 50 Vermisste vor libyscher Küste

Ein Schlauchboot mit etwa 100 Flüchtlingen an Bord ist vor der libyschen Küste in Seenot geraten. Die italienische Marine konnte etwa 50 Personen retten und nach Lampedusa bringen, die andere Hälfte wird noch vermisst.
  • 3

RomVor der libyschen Küste ist ein Boot mit etwa 100 Flüchtlingen in Seenot geraten. Medien berichteten am Mittwoch, etwa die Hälfte der Menschen sei von der italienischen Marine in Sicherheit gebracht worden. Der Rest werde noch vermisst.

Die Marine machte keine Angaben zur Zahl der Flüchtlinge an Bord. Sie teilte lediglich mit, es habe sich um ein Schlauchboot gehandelt, aus dem die Luft entwichen sei. Eine Sprecherin der Küstenwache erklärte, die Geretteten seien auf die italienische Insel Lampedusa gebracht worden.

Zu Beginn des Monats sind etwa 200 Flüchtlinge vor der libyschen Küste ertrunken, als ihr Boot kenterte. Mehr als 400 Menschen wurden gerettet. Allein in diesem Jahr sind bislang mehr als 2000 Flüchtlinge bei dem Versuch ertrunken, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Flüchtlingsboot in Seenot: Etwa 50 Vermisste vor libyscher Küste"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Vor der libyschen Küste"
    Der Weg zurück nach Libyen ist kürzer als der nach Italien. Wieso rettet man die Flüchtlinge nicht an die libysche Küste? Dann wäre man auch schneller beim nächsten Schlepper-Boot.

  • Ich verstehe immer noch nicht wieso keine Fährschiffe dorthin fahren, die Marine kommt doch nur wenn es bereits zu spät ist.
    Ein "Holdienst" wäre angesagt, es sind immerhin Facharbeiter die unsere Wirtschaft und Asylindustrie dringend braucht.
    Was unsere Gutmenschen sich da leisten ist ja Menschenverachtend, nur wer es schafft rüberzukommen hat alle Rechte als Flüchtling. Wer stirbt hat eben Pech gehabt, so ne Art Überlebensshow machen die Rot-Grün/innen und LInken daraus.
    Laßt alle herkommen, 1,2 Milliarden gibt's in Afrika, alles Verfolgte und dann der ganze Balkan, alle her, dann ist in 4 Wochen Feierabend.

  • Italienische Marine kapert vor Libyen Schlauchboot
    ---------------------
    und entführt 50 "Touristen" nach Lampedusa.
    Warum haben sie sie nicht nach Libyen zurückgebracht? Das wäre humaner gewesen.
    Aber nicht nur die italienische Marine ist daran beteiligt, auch die deutsche Marine.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%