Flüchtlingsdrama vor Lampedusa
Tragödie zeigt Hilflosigkeit der EU

Der Papst warnte unlängst, dass das Mittelmeer zu einem großen Friedhof werde. Nun finden wieder Hunderte Flüchtlinge ihr Grab im Wasser. Allen ist klar, dass mehr getan werden muss – nur was, weiß keiner so genau.
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Rom/BrüsselWieder Lampedusa. Wieder viele Tote. Wieder Rufe nach mehr Hilfe. „Wir wollen Touristen aufnehmen, keine Leichen mehr“, sagt die Bürgermeisterin der italienischen Insel, Giusi Nicolini, einem Fernsehsender. Lampedusa ist das Sinnbild für die Flüchtlingskatastrophe, die sich seit Jahren im Mittelmeer abspielt und ganz Europa betrifft. Im Oktober 2013 starben vor der Insel mehr als 350 Menschen bei der Überfahrt von Afrika nach Italien. Nun wiederholte sich die Geschichte offenbar. Überlebende berichten, Anfang der Woche seien möglicherweise mehr als 330 Bootsflüchtlinge auf dem Weg nach Sizilien ums Leben gekommen.

Mehr als acht Meter hohe Wellen und eisige Temperaturen konnten die Menschen in Not nicht abschrecken. In vier Schlauchbooten machten sie sich nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks UNHCR am Sonntag von Libyen auf den Weg. Am Montag dann die Nachricht, dass 29 elendig erfroren oder an Erschöpfung gestorben seien. Zwei Tage später wird klar, dass die Katastrophe ein weit größeres Ausmaß hat. Nur neun von mehr als 210 Menschen überlebten, sagt die Sprecherin des UN-Flüchtlingswerks, Carlotta Sami. „Der Rest wurde vom Meer verschluckt.“ Zudem wurde ein viertes Schlauchboot mit mehr als 100 Menschen an Bord vermisst.

Nach der Katastrophe im Herbst 2013 rief Italien das Programm „Mare Nostrum“ ins Leben, das das Ziel hatte, Flüchtlinge zu retten. Bis November vergangenen Jahres wurden mehr als 100 000 Menschen gerettet. Dann lief das Programm aus, weil Italien die neun Millionen Euro pro Monat nicht mehr aufbringen konnte und wollte. Abgelöst wurde es von der EU-Mission „Triton“, die mit zwei Dritteln weniger Geld auskommen muss und seit Beginn im Kreuzfeuer der Kritik steht. Denn das Programm „Triton“ der EU-Grenzschutzagentur Frontex hat vor allem das Ziel, Europas Grenzen zu sichern - nicht Menschenleben zu retten. Zudem patrouillieren die Boote viel näher an Europas Küsten - viele Flüchtlinge geraten aber weiter weg in Seenot und sterben.

Die Kritik von Menschenrechtsorganisationen an „Triton“ verhallte bisher, ohne dass Entscheidendes geändert wurde. „Seit eineinhalb Jahren bitten wir mit Nachdruck darum, die Rettungskapazitäten auf dem Mittelmeer auszuweiten“, sagte Laurens Jolles, Experte für Südeuropa bei UNHCR. „Triton“ sei keine Antwort auf die drängenden Probleme. Das Flüchtlingswerk geht davon aus, dass im Januar 3500 Flüchtlinge in Italien angekommen sind - verglichen mit knapp 2200 im Januar vergangenen Jahres. Damals seien zwölf Tote gezählt worden.

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  • Wann löst man das Problem an den Ursachen?

    Flüchtlinge sind nur die Wirkung, wer aber kümmert sich um die Ursachen?

  • "Tragödie zeigt Hilflosigkeit der EU"
    Bei all dem Elend, Leid, dem Aufruf zu Flüchtlingshilfe, Toleranz, Willkommenskultur usw. werden einige Aspekte gänzlich vergessen: Jeder Staat ist für seine Bürger verantwortlich. Wo also sind die Verurteilungen, Konsequenzen usw. für all diese afrikanischen Staaten und Staatschefs, die wie z.B. Herr Museveni in Uganda seine Landsleute öffentlich ermuntert viele Kinder zu zeugen, denn "mehr Kinder bedeuten eine Starke Nation"? Nein, Europa und die entwickelte Welt sind nicht für alles Verantwortlich - insofern kann und darf man hier nicht von Hilflosigkeit sprechen.

    Unverantwortlich ist jedoch die Politik von entsprechenden Politikern und Clanchefs im Schwarzen Kontinent - diese - und nur diese - sind für Ihre Landsleute und deren Wohlergehen verantwortlich. Sollen sie den Leuten eine Zukunft bieten - dann brauchen sie nicht auswandern...

  • america macht die revolution und kriege um eigene ziele zu kriegen, aber die fluchtlinge sind fur EUROPA? ein bisschen schande! nicht wahr? america macht immer kriege weltweit sehr weit von America mit zweck

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