Flüchtlingskrise erreicht Kroatien Zu Fuß in die EU

Die Grenze zu Ungarn ist dicht, nun suchen sich Flüchtlinge einen anderen Weg in die EU: über Kroatien. Das Land fühlt sich gut vorbereitet – mit einem „Notfallplan“. Ganz anders als Tschechien.
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Hunderte Flüchtlinge wagen nun den Weg über Kroatien

WienNachdem Ungarn seine Grenze zu Serbien geschlossen hat und den illegalen Grenzübertritt mit mehrjährigen Haftstrafen ahndet, suchen viele Flüchtlinge den Umweg über Kroatien nach Österreich und Deutschland. Augenzeugen in Serbien berichten, dass sich Migranten in Richtung Kroatien auf den Weg machen würden. Außerdem würden Flüchtlinge mit Bussen an die serbisch-kroatische Grenze gebracht, heißt es in Belgrad.

Einige Flüchtlinge machten sich auch individuell mit Taxen auf den Weg in die serbische Grenzstadt Sid, um dann zu Fuß in das EU-Land Kroatien zu gelangen. Nach von der Regierung nicht bestätigten Berichten sind bereits die ersten Migranten in Kroatien eingetroffen und werden dort von den Behörden registriert.

Die Regierung in Zagreb ist auf den Ansturm der Migranten nach eigenen Angaben ausreichend vorbereitet. Der kroatische Innenminister Ranko Ostojic sagte, Zagreb sei mit einem „Notfallplan im Fall des Zutritts von Tausenden von Flüchtlingen” vorbereit. Genaue Angaben, wie dieser Notfallplan aussieht, machte der 53-jährige Minister nicht. Kroatien leidet seit sieben Jahren unter einer Rezession. Im Frühjahr stehen Parlamentswahlen an.

An der Grenze zu Ungarn protestiert unterdessen eine große Gruppe von Flüchtlingen mit einem Hungerstreik gegen das aus ihrer Sicht unmenschliche Grenzregime der ungarischen Regierung unter ihren rechtspopulistischen Premier Viktor Orbán. Über die Anzahl der sich in Hungerstreik befindlichen Migranten gibt es unterschiedliche Angaben. Es sollen bis zu 2000 Flüchtlinge sein.

Tschechien lehnt trotz der Bitten aus Berlin und Wien feste Flüchtlingsquoten strikt ab. Der sozialdemokratische Ministerpräsident Bohuslav Sobotka fürchtet, dass feste Quoten innerhalb der EU eine Sogwirkung auslösen würden. Die tschechische Bevölkerung lehnt die Aufnahme von Migranten aus Syrien oder den Irak mit sehr großer Mehrheit ab. „Wir waren in den 40 Jahren hinter dem Eisernen Vorhang nicht daran gewöhnt, mit Fremden zusammenzuleben“, sagte der tschechische Außenminister Lubomir Zaorálek zur Begründung.

In der tschechischen Bevölkerung gibt es nach Medienberichten sogar eine Hysterie gegen Flüchtlinge. Die Polizei in dem EU-Land berichtet über panische Anrufe von Bürgern. Bislang gibt es in Tschechien so gut wie keine Flüchtlinge. Von Sonntag bis Dienstagabend waren es nicht einmal 100 Migranten, welche die Grenze von Österreich in die Tschechische Republik überschritten hatten.

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174 Kommentare zu "Flüchtlingskrise erreicht Kroatien: Zu Fuß in die EU"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Und niemand kann Merkel vorschreiben wie viel Leute - ein allg. Begriff - sie aufnehmen darf und was das für uns kostet..

    Nach oben alles offen.

  • in Syrien ist Krieg nicht Bürgerkrieg
    die USA, Saudi-Arabien und Israel werfen dort Bomben ab.

  • warum sollte Kroatien die registrieren?

    1. ist Kroatien kein EU-Land
    2. kommen aus Kroatien immer noch kroatische Migranten zu uns. Die sind sicherlich nicht registriert im eigenen Land.

    wo leben Sie?

  • Zitat: "„Niemand kann uns vorschreiben, was wir zu tun haben“, sagte Fico vor dem slowakischen Parlament."

    richtig! und niemand kann den Deutschen vorschreiben wieviel sie in den EU-Topf zahlen. So müsste die Antwort von Deutschlands Regierung lauten.

  • @Herr Kai Holder

    Onlinepetitionen bringen nichts.

    Fahnen und Gesänge nutzen mehr.

  • Aktualisiert am 16. September 2015, 16:43 Uhr


    "Die ungarische Polizei hat an der serbischen Grenze bei Röszke Tränengas und Wasserwerfer gegen mehrere hundert aufgebrachte Flüchtlinge eingesetzt, während diese ein Grenztor durchbrachen. "

  • Kennt sich jemand mit Onlinepetitionen aus?
    Man könnte doch eine starten, mit der Forderung des SOFORTIGEN STOPPS zur Aufnahme von "Flüchtlingen".
    Erst wenn dann geklärt ist, wie mit den hier schon befindlichen verfahren und wie diese integriert werden können, kann über die erneute Aufnahme gesprochen werden ...
    Meine Stimme ist sicher!

  • Warum sollten die auch, wenn es keinen Zwang dazu gibt!!
    Es sollte ins GG, dass die, die hier bleiben wollen, Verfassung anerkennen und darauf schwören.
    Nach spätestens zwei Jahren gehört ein Deutschtest her. Wer versagt, bekommt noch eine zweit Chance, sonst fliegt er, egal ob der Rest der Sippe in BRD bleiben darf. Genauso muss auf die deutschen Werte geschworen werden.
    Straffällige MÜSSEN ohne Umwege mit einem One-Way-Ticket ausgestattet werden.
    Wohin ist mir egal, nur raus von hier! Mit wem ist mir auch egal. Man könnte dann die inhaftierten Knastbrüder (geschnappte Schleuser) dazu verwenden, diese Individuen aus BRD raus zu schleusen!

  • So wie diese Individuen jegliche Gesetze missachten. Aber wer kann es Ihnen schon übel nehmen, wenn sich nicht mal die Bundesregierung an die Gesetze und Anweisungen hält ...
    Warum sollten die dann auch nicht Grenzzäune niederreißen, Polizeisperren durchbrechen, Polizisten in BRD angreifen, wenn der Mob Ungläubige verfolgt und die Polizei zur Hilfe gerufen wird.

    Und warum sollen alle nach Deutschland?! Auf der Welt gibt es mehr als 100 sichere Staaten ... Gut, in keinem Land gibt es so viele Idi..., die auch noch mit Schildern Welcome usw. am Bahnhof stehen, zig Mrd Taschengeld auszahlen, so dass die Flüchtlingen 440 Mrd in das Heimatland überweisen können ... Damit dann noch mehr Glaubensbrüder kommen können um irgendwann die Ungläubigen zum Islam bekehren zu können oder diesen den Kopf ...!

  • Ich bin gespannt, ob Kroatien sie wirklich registriert oder sie wie Ungarn durchreisen läßt...

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