Flüchtlingskrise EU will 700 Millionen Nothilfe bereit stellen

Zum ersten Mal stellt Brüssel einen Nothilfefonds zur Bewältigung einer humanitären Krise innerhalb der Europäischen Union bereit. Noch müssen die Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament zustimmen.
Schrecken der Flucht: Zur Linderung der Flüchtlingskrise greift die EU-Kommission Mitgliedsstaaten wie Griechenland mit insgesamt 700 Millionen Euro unter die Arme. Quelle: dpa
Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze

Schrecken der Flucht: Zur Linderung der Flüchtlingskrise greift die EU-Kommission Mitgliedsstaaten wie Griechenland mit insgesamt 700 Millionen Euro unter die Arme.

(Foto: dpa)

BrüsselZur Linderung der Flüchtlingskrise greift die EU-Kommission Mitgliedsstaaten wie Griechenland mit insgesamt 700 Millionen Euro unter die Arme. Davon sollen 300 Millionen Euro schon in diesem Jahr fließen, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Weitere 200 Millionen Euro werden jeweils in den beiden folgenden Jahren aus dem EU-Haushalt bereitgestellt. Es ist das erste Mal, dass in Brüssel ein Nothilfefonds zur Bewältigung einer humanitären Krise innerhalb der Europäischen Union aufgelegt wird. Die Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament müssen den Plänen noch zustimmen, die Umschichtungen im EU-Haushalt vorsehen. Mittel, die für Hilfe außerhalb der EU vorgesehen sind, werden nicht angezapft.

Das Geld dürfte vor allem Griechenland zugutekommen, wo nach Angaben der Vereinten Nationen Zehntausende Flüchtlinge gestrandet sind. Am Montag hatten Hunderte an der Grenze zu Mazedonien festsitzende Migranten versucht, gewaltsam die Sperranlagen zum Nachbarland zu durchbrechen. Mehrere Staaten entlang der sogenannten Balkanroute, darunter Mazedonien und Österreich, lassen nur noch eine begrenzte Zahl von Flüchtlingen pro Tag nach Norden weiterziehen.

Stacheldraht, Flüchtlingsboote und ein tiefes Loch
Warren Richardson – Hope for a New Life
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Der freie Fotojournalist Warren Richardson ist der Gewinner des diesjährigen World Press Photo Awards. Das Foto ist am 28. August 2015 entstanden. Es zeigt, wie ein Mann ein Baby an am ungarisch-serbischen-Grenzübergang bei Röszke durch ein Stacheldrahtzaun übergibt.

Corentin Fohlen – March Against Terrorism in Paris
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Platz 2 Spot News

Daniel Berehulak - An Earthquake's Aftermath, Nepal
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Der australische Fotograf Daniel Berehulak hat vier Tage nach dem Beben in Nepal dieses Foto zerstörter Häuser geschossen. Platz 3 in der Kategorie Reportagen „General News“.

Abd Doumany – Douma’s Children
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Den zweiten Platz in der Kategorie „General News“ erzielte der syrische Fotograf Abd Doumani mit seiner Reihe „Douma’s Children“.

Abd Doumany – Douma’s Children
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Darin zeigt Doumany Opfer der Luftangriffe syrischer Regierungstruppen in der südwestlichen Stadt Douma. Die Stadt wird von Rebellen kontrolliert.

Abd Doumany – Douma’s Children
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Geschossen wurden die Bilder am 7. November 2015.

Sergey Ponomarev – Reporting Europe's Refugee Crisis
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Die beste Fotodokumentation zum in der Kategorie „General News“ hat der Russe Sergey Ponomarev angefertigt. Seine Fotos, wie dieses hier, dass den verzweifelten Versuch eines männlichen Flüchtlings in Tovarnik (Kroatien) zeigt, auf einen Zug aufzuspringen, wurden in der „New York Times“ abgedruckt.

Durch den EU-Zivilschutz-Mechanismus werden Griechenland, Ungarn, Slowenien, Kroatien sowie dem Nicht-EU-Land Serbien bereits provisorische Unterkünfte, Hygieneprodukte und Medizin bereitgestellt. Die Mittel speisen sich allerdings auf freiwilligen Beiträgen der Mitgliedstaaten. Der neue Nothilfe-Fonds soll nicht ausschließlich auf die Flüchtlingskrise begrenzt sein, sondern kann auch im Falle von atomaren oder chemischen Katastrophen, Terrorangriffen oder Epidemien innerhalb der EU angezapft werden.

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