Flüchtlingskrise in Myanmar US-Diplomat verlässt Beratergruppe im Streit mit Friedensnobelpreisträgerin

Der ehemalige UN-Botschafter Bill Richardson hat seinen Austritt aus einer Beratergruppe zur Flüchtlingskrise in Myanmar bekannt gegeben. Grund dafür ist die in der Kritik stehende Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi.
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Der US-Diplomat verlässt aus Protest die Beratergruppe. Quelle: AP
Bill Richardson

Der US-Diplomat verlässt aus Protest die Beratergruppe.

(Foto: AP)

RangunAus Protest gegen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat ein hochrangiger US-Diplomat eine Beratergruppe zur Flüchtlingskrise in Myanmar verlassen. Der ehemalige UN-Botschafter Bill Richardson erklärte am Donnerstag seinen Austritt aus dem Gremium. Er begründete dies damit, dass er keiner „Cheerleader-Truppe“ der Regierung angehören wolle. Zudem warf er der Regierungschefin des südostasiatischen Staates vor, es an „moralischer Führung“ fehlen zu lassen.

Suu Kyi steht wegen des brutalen Vorgehens von Myanmars Armee gegen die muslimische Minderheit der Rohingya seit Monaten international in der Kritik. Aus Furcht vor Gewalttaten sind seit vergangenem Sommer mehr als 680.000 Menschen ins Nachbarland Bangladesch geflüchtet. Die Vereinten Nationen sprechen von „ethnischer Säuberung“. Richardson war bislang Mitglied eines zehnköpfigen Gremiums, das im Auftrag der Regierung Vorschläge zur Lösung der Flüchtlingskrise entwickeln soll.

Eine Regierungssprecherin sagte der dpa zu seinem Rücktritt: „Wir haben Respekt vor seiner Erfahrung. Wir bedauern sehr, dass er die Staatsrätin für die aktuelle Lage verantwortlich macht.“ Staatsrätin ist Suu Kyis offizieller Titel. Nach Medienberichten lieferte sich der US-Diplomat zu Beginn der Woche ein heftiges Wortgefecht mit der Nobelpreisträgerin. Dabei soll es um die Festnahme zwei Journalisten gegangen sein, die in der Rohingya-Krise recherchierten.

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  • dpa
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1 Kommentar zu "Flüchtlingskrise in Myanmar: US-Diplomat verlässt Beratergruppe im Streit mit Friedensnobelpreisträgerin"

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  • Es ist unmoralisch und böse wie gegen die Ausbreitung des Islam in Myanmar vorgegangen wird. Anderseits, wenn man dem mohamedanischen Ausbreitungsgewohnheiten keine Grenzen setzt wird die Welt der als "Ungläubige" verachteten Menschen untergehen.

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