Flüchtlingskrise
Saudis lassen Steinmeier abblitzen

Gescheiterte Nahost-Mission: Der Außenminister versucht vergeblich, Saudi-Arabien und Iran zu an einen Verhandlungstisch zu bringen, um die Syrien-Frage zu klären. Nicht das einzige Anliegen, das die Saudis ignorieren.

Riad Man fliegt nicht lange von Teheran nach Riad. Kaum mehr als zwei Stunden vergehen zwischen Start und Landung. Bloß ist auf dieser Strecke kaum jemand unterwegs. Pilgerflüge Richtung Mekka gibt es viele, aber keinen einzigen direkten Linienflug zwischen den Hauptstädten. Denn der Iran und Saudi-Arabien sind unter den Golf-Staaten derzeit die ärgsten Feinde.

Eine ziemliche Seltenheit war darum auch die deutsche Regierungsmaschine, mit der Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) aus Teheran zu Gesprächen am Montag nach Riad kam. So außergewöhnlich die Route, so wichtig ist die Reise: Iraner wie Saudis werden dringend gebraucht, um im Syrien-Konflikt und in der Flüchtlingskrise endlich irgendwie voranzukommen. Gleiches gilt für die Türkei.

Deshalb sind die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Steinmeier in diesen Tagen in allen drei Staaten auf diplomatischer Tour - auch wenn man mit vielem, was dort passiert, überhaupt nicht einverstanden ist. Der Türkei stellte Merkel am Wochenende mehr Geld und Visa-Erleichterungen in Aussicht. Parallel dazu war Steinmeier damit beschäftigt, die beiden anderen Regionalgrößen zu einer Mindestform von Zusammenarbeit zu bewegen – eine besonders heikle Mission.

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