Flüchtlingspakt mit der Türkei

EU nahm erst 798 Syrer auf

Rund 18.000 Flüchtlinge wollte die EU der Türkei im Rahmen des Flüchtlingspakts abnehmen – bisher allerdings haben es davon kaum 800 nach Europa geschafft. Ein großer Teil davon lebt in Deutschland.
Die Aufnahme von Syrern durch die EU ist ein Kernbestandteil des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei. Quelle: dpa
Flüchtlinge in der Türkei

Die Aufnahme von Syrern durch die EU ist ein Kernbestandteil des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDrei Monate nach dem Start des EU-Türkei-Abkommens hat die Europäische Union einem Pressebericht zufolge erst 798 von ursprünglich bis zu 18.000 erwarteten Flüchtlingen aus der Türkei aufgenommen. Das schrieb die Zeitung „Rheinische Post“ am Dienstag unter Berufung auf nicht näher genannte Regierungskreise. 294 der aufgenommenen Flüchtlinge kamen demnach nach Deutschland.

Die Aufnahme von Syrern aus der Türkei ist ein Kernbestandteil des Flüchtlingsabkommens, das EU und Türkei im März schlossen. Ankara sicherte zu, alle neu auf den griechischen Mittelmeerinseln ankommenden Flüchtlinge zurückzunehmen. Im Gegenzug verpflichtete sich die EU, für jeden so abgeschobenen Syrer einen anderen syrischen Flüchtling auf legalem Weg aufzunehmen.

Die EU hatte dafür zunächst 18.000 Plätze aus einer früheren EU-internen Übereinkunft zur Flüchtlingsumverteilung vorgesehen. Diese stehen bis Mitte 2017 zur Verfügung.

  • afp
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