Flüchtlingsströme

Europa diskutiert über Grenzkontrollen

Man hat sich an freie Fahrt durch Europa gewöhnt. Nachdem mehr Flüchtlinge aus Nordafrika nach Europa kommen, fordern Südstaaten mehr Grenzkontrollen. Die Europäische Kommission will ihnen begrenzt entgegenkommen.
9 Kommentare

MünchenDie Europäische Kommission zeigt sich kompromissbereit. Grenzkontrollen zwischen den einzelnen Schengen-Staaten sollen wieder möglich werden, allerdings nur eingeschränkt. Die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe) berichtete vorab, das sehe ein Vorschlag zur Reform des Schengen-Abkommens vor, den die Behörde am kommenden Mittwoch in Brüssel vorstellen wolle. Außerdem solle der Schutz der europäischen Außengrenzen verstärkt werden. Ziel sei es, den Zustrom illegaler Migranten zu begrenzen und ihre Weiterreise innerhalb der Schengen-Staaten zu verhindern.

Das Blatt schrieb, die Kommission wolle einen Mechanismus schaffen, „der es erlaubt, zu handeln, wenn einzelne Mitgliedsstaaten ihre Verpflichtungen zur Sicherung der Außengrenzen nicht erfüllen können oder wenn die Außengrenzen durch unerwartete Ereignisse gefährdet werden“. Die Union müsse in der Lage sein, den Zutritt unbefugter Personen zu verhindern. Dazu schlage die Kommission als letztes Mittel eine zeitweilige Wiedereinführung der Kontrolle der internen Grenzen zwischen Schengen-Staaten vor. Zugleich müssten die Regeln der Zusammenarbeit der Schengen-Staaten verbessert werden.

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex solle nach dem Willen der Kommission eine Schlüsselrolle bei der Grenzsicherung übernehmen, berichtete die Zeitung. Frontex brauche mehr Geld und mehr Kompetenzen, um die Grenzen zu schützen.

  • dapd
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9 Kommentare zu "Flüchtlingsströme: Europa diskutiert über Grenzkontrollen "

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  • Wieso sind auf der Seite der Geberländer (die zur Eurozone gehören) nur Länder, die mit Deutschland gekämpft bzw. verbündet waren (auch Finnland)?

    Wieso nicht Schweden, Norwegen, Dänemark, Schweiz oder England usw? Wieso halten die sich raus und sind beim "Euro" nicht dabei?

    Werden hier noch alte Rechnungen von WW2 bezahlt? Wozu dienen die jährlichen Bilderbergertreffen und ähnliche Machtelite-Veranstaltungen...ich dachte wir haben Demokratie und Parlamente?!

  • Es geht nicht nur um Flüchtlinge, sondern auch um die Sicherheit. Keine Kontrolle an den Grenze bedeutet: Förderung und Unterstützung der Kriminellen. Wie viel Schmiergelder erhalten unsere Politiker von denen? Wieso wird nicht mehr der einheimische Bürger geschützt und unterstützt. Warum nur die arbeitsscheuen Sozialschmarotzer. Afrika würde besser dastehen, würden man im eigenen Staat arbeiten wollen und nicht den Schleusern horrende Gelder zahlen.

  • Ich hatte auch früher kein Problem meinen Paß an europ. Grenzen zu zeigen.
    Es wird Zeit, dass wir Grenzen wieder als das installieren, was sie eigentlich sind: Grenzen.
    Und dieses derzeitige Europa trägt keineswegs zur Einigung bei, sondern spaltet und wird zu neuem Unfrieden führen.
    Also weg mit dieser aus dem Ruder gelaufenen EU, die nichts weiter mehr ist, als eine Diktatur und ein krimineller Haufen in Brüssel

  • Ich bin kein Freund der EU und zuerst Deutscher und dann Europäer.

    Die EU ist nicht EUROPA!

    Eine gewisse Freizügigkeit und den Abbau von Grenzkontrollen ist nur mit Ländern möglich die ein ähnliches Wohlstandsniveau und Steuerrecht besitzen wie das eigene Land z. b. Schweiz, Luxemburg, Österreich und die BRD, dabei gibt es auch bei diesen Ländern Unterschiede.

    Die Schweiz besitzt eine Landwirtschaft die deutlich geringer subventioniert wird und die Lebensmittelpreise sind 20 Prozent höher, dabei ist dieser Weg besser als der Weg den wir eingeschlagen haben. Österreich führt deutlich weniger in der EU ab und zieht kein Solidarbeitrag ein dadurch ist die Steuerlast deutlich geringer.

    Im Schengener Raum sind aber die unterschiedlichsten Länder zusammen. Länder der ersten Welt z. b. BRD, Frankreich, Niederlande und Länder der zweiten Welt z. b. Polen, Ungarn.

    In diesen Raum sehen wir eine enorme Wanderung von Menschen die für die „Entsendeländer“ genauso nachteilig sind wie für die „Empfängerländer“.

  • England kontrolliert ganz selbstverständlich seine Außengrenzen. Dabei ist der Schwerpunkt auf die „Illegalen“ gerichtet. Wenn in einen Fahrzeug ein „Illegaler“ gefunden wird sind zu Recht empfindliche Strafen fällig.

    Diese Regelungen haben wir leider nicht und wir werden von „Illegalen“ überschwemmt. Darum ist es geboten die Außengrenzen wieder zu schützen weil die Außengrenzen des Schengener Raumes derzeit nicht zu schützen sind.

    Die Überwindung der Außengrenzen ist derzeit viel zu einfach und viele Länder (Türkei) profitieren von den Migrationsströmen. Mitglieder des Schengener Raumes (z. b. Italien, Griechenland, Polen) verlagern ihre Probleme gerne auf die anderen Europäischen Nachbarn (BRD, Frankreich) und schicken die „Illegalen“ nicht konsequent zurück.

    Dabei gewährt unser Land aus unerfindlichen Gründen den „Wirtschaftsflüchtlingen“ den Aufenthalt und die „Deutsche Staatsbürgerschaft“ das führt zu einen weitern Anschwellen der Flüchtlingsströme in unser Land.

    Die Lösung kann nur lauten RÜCKFÜHTUNG!

  • Der EURO war die "alternativlose" Waffe, mit der die einen Staaten und Völker abhängig gemacht wurden und werden - wir erleben es gerade - und die anderen "angeglichen" - sprich: sozialwirtschaftlich und individualvermögensmäßig ruiniert und finanziell ausgesaugt und durch neue Verträge und Abkommen entmündigt und ausgeraubt - werden soll(t)en. Dieser "Transformationsprozeß" ist im vollen Gange, anderes kann man bei Beachtung aller früheren, jetztigen und geplanten bzw. "geduldeten" (siehe Griechenland, Protugal) Bemühungen nicht schlußfolgern.

    Deutschland hat seit der Euro-Einführung wenigstens 100% reale Inflation bei Grundbedarfsgütern (ohne Lebensmittel) und ca. 300% Staatsverschuldungszuwachs bei gleichzeitiger Integration der ostdeutschen Länder hinnehmen müssen. Nun versucht man, Deutschland von außen den Rest zu geben.

    Neue Grenzregelungen im Schengen-Raum werden unkontrollierte Immigration nicht verhindern und sind eher geeignet, Reisende zu diskriminieren, die offiziell nicht Gegenstand der Bemühungen sind, z. B. Reisende zu Demonstrationen von Bürgerrechsbewegungen und -organisationen, EURO- und EU-Gegnern. Da kommt doch der Libyen-Krieg wie gerufen, oder?

  • Die europäische Integration ist aktuell am weitesten fortgeschritten. Weiter geht's nicht mehr - denn das wäre auch der Weg in die EUSSR. Ich bin sehr pro-europäisch, aber die EU mit dem Politbüro in Brüssel ist auf dem falschen Weg. Der ist nicht alternativlos. Der € war der größte Fehler dieser Technokraten; der € ist der Spaltpilz für Europa. Die sich derzeit darstellende EU wird wohl bald auf dem Müllhaufen der Geschichte landen. Da kleben nur die Günstlinge in Brüssel und Strassburg auf ihren warmgefurzten Ledersesseln - die wären als Nomenklatura auch schön blöd und geradezu altruistisch, wenn sie dieses Unrechtsgebilde verändern wollten. Nirgends sonst gibt es auf der Welt einen solchen Selbstbedienungsladen, der uns als "europäische Integration" euphemistisch verbrämt wird. Und wer sich dagegen auflehnt, wird diffamiert als kleinstaatlich, national-chauvinistisch, etc. Von allen Medien. Es gibt eben Leute, die begreifen historische Entwicklungen deutlich früher. Und es gibt solche, die begreifen es noch nicht mal, wenn alles kaputt ist. Wie früher im Sozialismus.

  • Wenn also Sachsen mal Probleme mit "seiner" Aussengrenze nach Tschechien hat, wird Bayern sicher innerdeutsche Grenzkontrollen fordern. Das wäre die gleiche Logik. Entweder man will Europa oder eben nicht. Die innereuropäische Freizügigkeit war ein Argument, mit dem man uns den ganzen Scheiss verkauft hat. Dafür müssen wir und nämlich die Glühlampen, Bananenkrümmung, Dieselsteuern und Wasserhähne aus Brüssel vorschreiben lassen. Den ganzen Scheiss können die Brüder dann auch gleich mit abschaffen. Mit dem Euro weitermachen, schlage ich vor. Brauchen wir auch alles nicht....

  • Nicht schön, aber unausweichlich. Schengen kann nicht funktionieren, weil z.B. Griechenland die EU-Gelder für die Grenzbeobachtung für andere Zwecke verblasen und die Grenze offen gelassen hat. Undsoweiter undsofort. Wir können nicht die Probleme anderer Kontinente durch Hereinholen und Therapie hier im Lande zu beheben suchen. Spätestens, wenn auch Grüne nicht mehr im Grünen, sondern in sozialen "Brennpunkten" leben müssen, kommt der Sinneswandel. Dann aber ist es zu spät.

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