Flughafen teilweise offen
Thailand hofft auf Ende des Chaos

Nach der Entlassung der Regierung in Thailand geben die Besetzer der Flughäfen in Bangkok ihre Blockade teilweise auf. Erste Frachtmaschinen sind wieder gelandet. Allerdings warten noch mehr als 300 000 Reisende auf ihre Ausreise.

HB BANGKOK. Der von Oppositionellen besetzte internationale Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi bleibt zunächst für Passagiere geschlossen. Das teilte der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Airports of Thailand am Dienstag in Bangkok mit. Reine Frachtflüge dürften hingegen seit dem Morgen erstmals seit einer Woche wieder starten. Eine Transportmaschine ist bereits abgeflogen, weitere sollten folgen.

Der Flughafen wurde in der vergangenen Woche von regierungsfeindlichen Demonstranten besetzt. Dadurch wurden 300 000 ausländische Touristen an der Heimreise gehindert. Am Dienstag ordnete das Verfassungsgericht den Rücktritt der Regierung an. Die Kosten für die Schließung der beiden Flughäfen bezifferte der Flughafenchef mit täglich mehr als zehn Mio. Dollar (7,9 Mio. Euro). Man werde sofort damit beginnen, die technischen Anlagen zu überprüfen, sagte er. Der Betrieb solle innerhalb von 24 Stunden wieder aufgenommen werden.

Das Verfassungsgericht hatte die Regierungspartei am Dienstag wegen Wahlbetrugs verurteilt und aufgelöst. Der Regierungschef Somchai Wongsawat musste zurücktreten. Damit war die Hauptforderung der Flughafenbesetzer erfüllt.

Somchai will das Urteil nach eigenen Angaben akzeptieren. Seine Partei kündigte umgehend ihre Neugründung unter dem Namen Puea Thai an. Am nächsten Montag wolle man im Parlament einen neuen Regierungschef wählen lassen, sagte ein Sprecher. Auch ohne die bisherige Führungsspitze sei die notwendige Mehrheit sicher.

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