Flugpassagiere
EU erlaubt ab 2013 große Getränke im Handgepäck

Egal ob Deo, Shampoo oder Getränkeflasche - seit 2006 dürfen Fluggäste im Handgepäck aus Sicherheitsgründen kein Behältnis mit sich führen, das mehr als 100 Milliliter fasst. Das soll sich ab April 2013 wieder ändern. Voraussetzung ist, das die Airports in der EU über zuverlässige Scanner verfügen.
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HB BRÜSSEL/MONTREAL. Die EU-Kommission bestätigte am Dienstag, dass das seit 2006 geltende Verbot von Flüssigkeitsmengen über 100 Milliliter pro Behälter im April 2013 wieder aufgehoben wird. Alle Behälter zusammen dürfen nicht mehr als einen Liter ergeben. Ursprünglich sollte das Flüssigkeiten-Verbot für Handgepäck schon im April 2010 enden. "Die Übergangsfrist bis 2013 ist nötig, damit auf allen EU-Flughäfen Geräte für die Kontrolle installiert werden können", teilte die Kommission mit. Bis dahin müssten die Airports in der EU über Kontrollgeräte (Scanner) verfügen, die zuverlässig zwischen Flüssigsprengstoff und harmlosen Substanzen wie Zahnpasta unterscheiden könnten.

Schon seit April dieses Jahres hat die EU Bestimmungen für Duty-Free-Einkäufe außerhalb der EU gelockert. Wer Alkohol oder Parfüm in einem Nicht-EU-Land eingekauft hat, darf seine Einkäufe behalten - vorausgesetzt, sie sind in einer Klarsichttüte verschweißt. Die Sicherheitsvorschriften wurden im November 2006 eingeführt. Die EU reagierte damit auf Erkenntnisse von Sicherheitsbehörden, wonach Terrorverdächtige im Sommer 2006 Anschläge mit Flüssigsprengstoff auf Transatlantikflüge planten. Raymond Benjamin, der Generalsekretär der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), kündigte dazu in Montreal ein entsprechendes Abkommen zur Verbesserung der Sicherheit an den Flughäfen an. Dieses wollten am Dienstag die ICAO, die Europäische Union, die Bundesluftfahrtbehörde der USA (FAA) und die Internationalen Flug-Transport-Vereinigung (IATA) unterzeichnen, berichten kanadische Medien. Die ICAO hat 190 Mitgliedsstaaten.

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