Flugshow in Nordkorea
Kim Jong Un präsentiert seine Luft-Flotte

Normalerweise sind Nordkoreas Flughäfen abgeschottete Hochsicherheitszonen. Nun zeigt das Land erstmals in aller Öffentlichkeit seine Luft-Flotte: Tausende beobachten Manöver von US-Hubschraubern und Sowjet-Maschinen.

WonsanDas abgeschottete Nordkorea hat am Samstag erstmals in einer Flugshow in aller Öffentlichkeit seine Luft-Flotte präsentiert. Bei dem zweitägigen International Friendship Air Festival stiegen über dem neu gebauten Kalma-Flughafen nahe der östlichen Hafenstadt Wonsan unter anderem Militärhubschrauber aus US-Produktion sowie Kampfflugzeuge sowjetischer Bauart auf.

Die Flughäfen Nordkoreas sind normalerweise abgeschottete Hochsicherheitszonen; der im vergangenen Jahr zur Förderung des Tourismus in der Region fertiggestellte Kalma-Flughafen wurde am Wochenende jedoch für tausende Besucher, ausländische Medien sowie einige hundert Luftfahrtfans aus rund 20 Ländern geöffnet.

Zu Beginn stiegen US-Militärhubschrauber vom Typ Hughes MD-500 auf, die Nordkorea in den 80er Jahren über ein Drittland gekauft hatte, um US-Exportbeschränkungen zu umgehen. Danach vollführte ein MiG-29-Kampfflugzeug aus sowjetischer Produktion mit ohrenbetäubendem Lärm dicht über den Köpfen der Zuschauer Flugkunststücke.

Die MiG-29 gilt als das Flaggschiff der nordkoreanischen Luftstreitkräfte. Der Rest der Flotte besteht im wesentlichen aus veralteten chinesischen Kopien von Maschinen des Typs MiG-17, MiG-19 und MiG-21. Nach Einschätzung von Experten ist die nordkoreanische Luftwaffe wegen der wenigen Flugstunden für die Piloten und des technischen Rückstands den Luftstreitkräften des südkoreanischen Rivalen deutlich unterlegen.

Wegen seiner fortgesetzten Atomwaffen- und Raketentests verhängte der Uno-Sicherheitsrat gegen Nordkorea mehrfach Sanktionen, die unter anderem die Versorgung mit Treibstoff für die Luftfahrt betreffen. In einer Studie kam das Nautilus-Sicherheitsinstitut aber zu dem Ergebnis, dass die heimische Produktion ausreiche, um die nordkoreanische Luft-Flotte in Gang zu halten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%