Flugverkehr
Russland verweigert Bundeswehr-Airbus Überflugrecht

Was die Überflugrechte betrifft, ist Moskau im Moment empfindlich. Das bekamen jetzt auch Besatzung und Passagiere eines Airbus der Bundeswehr zu spüren. Die Maschine wurde von der russischen Flugaufsicht zum Umkehren gebracht. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums spricht von Problemen mit der Überfluggenehmigung.

HB BERLIN. Die russische Luftaufsicht hat einem Bundeswehr-Airbus die Überflugerlaubnis verweigert und zur Umkehr gezwungen. Die Maschine flog daraufhin über Berlin zurück zum Flughafen Köln/Bonn. Das Flugzeug habe sich im Rahmen des normalen Truppenaustausches auf dem Weg zum Bundeswehr-Stützpunkt in Usbekistan befunden, sagte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Thomas Raabe.

Der Airbus solle seine Reise am Donnerstag erneut antreten. Für diesen Tag sei nun „ohne Problem“ eine Genehmigung erteilt worden. Die Maschine hatte dem Sprecher zufolge rund 200 Soldaten an Bord.

Die Bundeswehr fliegt in der Regel zweimal wöchentlich nach Termez, um den Nachschub für die Afghanistan-Truppe zu gewährleisten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel flog kürzlich über Termes nach Kabul.

Der Überflug am Mittwoch war dem Airbus mit der Begründung verweigert worden, die Genehmigung habe ausschließlich für Dienstag gegolten. An diesem Tag war der Flug jedoch wegen schlechten Wetters am Zielort abgesagt worden.

Zwischen Deutschland und Russland war es wegen der Überflugrechte für Lufthansa-Frachtmaschinen in den vergangenen Wochen zu Spannungen gekommen. Am Mittwoch war der Streit jedoch zunächst beigelegt worden, nachdem das russische Verkehrsministerium die Rechte bis Ende Februar verlängert hatte.

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