Folge des Konflikts
Ukrainische Wirtschaft bricht ein

Die ukrainische Wirtschaft ächzt unter der politischen Krise: Die Industrieproduktion ist eingebrochen, die heimische Wirtschaft deutlich geschrumpft, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Jetzt droht sogar der Bankrott.
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KiewDie politische Krise in der Ukraine hat die Wirtschaft des Landes erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte in den ersten drei Monaten dieses Jahres um zwei Prozent im Vergleich zum letzten Quartal 2013, wie die nationale Statistikbehörde Ukrstat am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging das BIP um 1,1 Prozent zurück.

Nach einem Nullwachstum im vergangenen Jahr gehen die Behörden in Kiew für 2014 von einem Rückgang der Wirtschaftskraft um drei Prozent aus. Landesweit ging die Industrieproduktion im ersten Quartal im Jahresvergleich um fünf Prozent zurück, in der Industrie-Region Donezk, die inzwischen am stärksten von der politischen Krise betroffen ist, sogar um 13 Prozent.

Die Landeswährung Hrywnja hat trotz der Intervention der Zentralbank stark an Wert verloren, weshalb die Preise steigen und der Konsum zurückgeht. Im Januar und Februar brachen die Exporte um zehn Prozent und die Importe um 18 Prozent ein.

Die Ukraine ist nach Angaben der im Februar an die Macht gelangten Übergangsregierung vom Bankrott bedroht und dringend auf internationale Finanzhilfe angewiesen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Kiew im Gegenzug für Reformen Kredite im Umfang von 14 bis 18 Milliarden Dollar über einen Zeitraum von zwei Jahren in Aussicht gestellt. Mit weiteren Zusagen aus den USA und der Europäischen Union könnte sich das Hilfspaket für die Ukraine auf insgesamt 27 Milliarden Dollar belaufen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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