Folterkeller gefunden
Allawis Verwandte weiter in der Hand der Rebellen

Während amerikanische und irakische Truppen nach eigenen Angaben zwei Drittel der Rebellen-Hochburg Falludscha erobert haben, erpressen die Aufständischen weiter die Regierung: Sie haben die Familie eines Cousins von Präsident Allawi in ihrer Gewalt.

HB DÜSSELDORF/BAGDAD. Im Kampf um die irakische Rebellen-Hochburg Falludscha haben die amerikanischen und irakischen Truppen inzwischen rund zwei Drittel der Stadt unter ihre Kontrolle gebracht. Das meldete der US-Nachrichtensender CNN am Mittwoch unter Berufung auf Militärangaben aus Falludscha. Mehrere wichtige Gebäude, darunter das Rathaus, seien erobert worden.

Es gebe aber weiterhin heftige Straßenkämpfe. Die Regierungstruppen mussten unterdessen einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Nach der Entführung dreier Verwandter von Ministerpräsident Ijad Allawi gerieten angeblich 20 Nationalgardisten in Falludscha in die Hände von Aufständischen. Das berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira am Abend. Irakische Soldaten entdeckten in der Stadt westlich von Bagdad nach eigenen Angaben verlassene Häuser von Geiselnehmern.

Wie ein hoher irakischer Offizier vor Journalisten berichtete, seien in den Häusern im Norden der sunnitischen Stadt Videos mit Enthauptungen von ausländischen Geiseln gefunden worden. Zudem hätten Soldaten dort Listen mit Namen von Geiseln sowie schwarze Kleidungsstücke entdeckt, die Geiselnehmer auf den Videos getragen hätten.

Soldaten sagten laut CNN, es sei offensichtlich, dass in den Häusern zahlreiche Menschen getötet worden seien. Falludscha galt bis vor kurzem als Aufenthaltsort des jordanischen Topterroristen Abu Mussab al-Sarkawi, der sich zu zahlreichen Anschlägen und Geiselmorden bekannt hat.

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