Forderungen nach offener Wahl mehren sich
Gezerre um Besetzung des IWF-Chefsessels

Es mehren sich die Forderungen nach einer offenen Kandidatenauswahl für die Besetzung des IWF-Chefpostens. Die Vereinbarung von Deutschland und Frankreich ist einigen IWF-Direktoren ein Dorn im Auge.

HB WASHINGTON. Eine Gruppe von Direktoren des Internationalen Währungsfonds (IWF) forderte am Mittwoch, dass der Posten unabhängig von der Nationalität an den bestmöglichen Kandidaten vergeben werden solle. Die Gruppe repräsentiert nach eigenen Angaben mehr als 100 Länder Asiens, Afrikas, Lateinamerikas, des Nahen Ostens und Russland. Bisher wird der Posten traditionell von einem Europäer, der des Weltbank-Präsidenten von einem US-Amerikaner besetzt. Diese Praxis ist bereits in der Vergangenheit bei Nicht-Regierungs-Organisationen und einer Reihe von Ländern auf Kritik gestoßen.

„Wir haben einige Schlüsselprinzipien umrissen ... Dazu zählen ein offener und transparenter Prozess, bei dem alle Mitglieder des Direktoriums gehört werden; und eine Pluralität von Kandidaten, die die Vielfalt der Mitglieder in allen Regionen repräsentieren, wäre im besten Interesse der Institution“, erklärte die G11.

Der für Ägypten zuständige IWF-Direktor Schakur Schaalan, der beim Fonds 13 arabische Länder repräsentiert, schlug unterdessen drei Kandidaten vor: den ehemaligen Chef der Basler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Andrew Crockett, den früheren IWF-Mitarbeiter Mohamed El Erian und den ehemaligen IWF-Vize Stanley Fischer.

Seite 1:

Gezerre um Besetzung des IWF-Chefsessels

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%