Fortlaufende Reformen gefordert: Nobelpreisträgerin Ebadi kritisiert Irans Präsidenten Chatami

Fortlaufende Reformen gefordert
Nobelpreisträgerin Ebadi kritisiert Irans Präsidenten Chatami

Ein Tag vor der umstrittenen Parlamentswahl in Iran sagte Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi dem Handelsblatt, Chatamis Kabinett habe in seiner Amtszeit die allgemeinen Menschenrechte im Land kaum verbessern können.

TEHERAN. Auch habe es bei der Ausweitung der individuellen und gesellschaftlichen Freiheit nur wenige Fortschritte gegeben. Ebadi sprach sich für fortlaufende Reformen in Iran aus, unabhängig von Personen wie Chatami. „Die Abhängigkeit von einzelnen Politikern hat keinen Sinn.“ Aus Protest gegen den Ausschluss von mehr als 2000 hauptsächlich liberalen und reformorientierten Kandidaten von der Wahl durch den konservativen Wächterrat hatte sich Ebadi am Mittwoch für einen Wahlboykott ausgesprochen.

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