Fortschritte bei Reformen
Portugal hofft auf mildere Auflagen

Im August sollen die Fortschritte Portugals bei den Reformen begutachtet werden. Dann könnte auf das Land möglicherweise eine Lockerung der Sparauflagen warten. Indes droht für 2012 zum dritten Mal eine Rezession.
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LissabonPortugal kann möglicherweise mit einer Lockerung seiner von internationalen Gläubigern auferlegten Sparauflagen rechnen. Eine im August geplante Überprüfung der Reformfortschritte werde auch Möglichkeiten berücksichtigen, "wie der Erfolg des Anpassungsprozesses in Portugal begünstigt" werden kann, sagte Finanzminister Vitor Gaspar. Ins Detail ging er jedoch nicht.

Internationale Gläubiger hatten Portugal mit einem Rettungspaket von 78 Milliarden Euro im vergangenen Jahr vor dem Staatsbankrott bewahrt. Dafür verpflichtete sich die Regierung zu einem rigiden Sparkurs. Im laufenden Jahr das Haushaltsziel von 4,5 Prozent zu erreichen, sei allerdings "sehr schwierig", räumte Gaspar am Montagabend ein. So rechnet die Regierung für 2012 mit einem Wirtschaftseinbruch um drei Prozent. Damit würde das Land in vier Jahren zum dritten Mal in eine Rezession rutschen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Fortschritte bei Reformen: Portugal hofft auf mildere Auflagen"

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  • Die Portugiesen beugen schon frühzeitig vor, um die Erfordernis eines zweiten Rettungspaketes und das Scheitern der Austeritätspolitik der Rezession in Schuhe zu schieben. Es deutete sich schon länger ein zweites Rettungsprogramm an. Es ist anzunehmen, dass man auf den Zeitpunkt des Zugriffs auf den ESM gewartet hat, um von den Medien unbeachtet sich die benötigten Mittel zu beschaffen. Die heute sich abzeichnende Verzögerung des Zugriffs des billigen Geldes über den ESM macht sicher noch einigen, anderen Staaten wie Italien und Spanien einen Strich durch die Rechnung. Die von Politikern hoch gelobten Portugiesen, die Erfolge beim Defizitabbau mit ihren Sparmassnahmen erreicht haben sollen, haben 2011 ihre Schulden um 15% gesteigert und nur mit Rechentricks und Übernahme des Bankenpensionsfonds in Höhe von 6 Mrd EUR und einer grösseren Privatisierung ein Defizit von 4,2% rechnerisch erreicht. Durch die Vielzahl der Einmaleffekte 2011 werden die Defizitziele in diesem und nächsten Jahr weit verfehlt werden.
    Ein weiteres Beispiel nach Griechenland für die erfolglose Rettungspolitik, die keine Gegenleistung für die ausgereichten Kredite nachweisen kann, dafür aber eine höhere Wahrscheinlichkeit für den Kreditausfall.

  • Sie sprechen mir aus der Seele.

    Finanzdiktatur ist genau das richtige Wort.

    Und auch ich hoffe, dass das die Mehrheit bald auch so sieht und die Gesetze dementsprechen geändert werden.

    Schönen Gruß

  • Finanzdiktatur ist das! Schuldsklaverei! Dieser Kontinent wird in die Barbarei abdriften!

    Trennbankensystem jetzt! Abschreibung der Zockerderivate auf Null! Umverteilung der pervers konzentrierten Vermögen!

    Das IST möglich - es ist nur nicht im Interesse derer, die - nachdem sie in Geld ersaufen - nun scharf auf die absolute Macht sind!

    Eine sich selbst vergötterne Elite, unendlich stolz auf ihren erhabenen Intellekt, war schon immer das Vorzeichen des Untergangs einer Zivilisation.

    Ich hoffe man kann das noch aufhalten.

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