Fortsetzung der Nuklearverhandlungen
Nordkorea will Japan aussperren

Aus Sicht Nordkoreas hat sich Japan durch die Verknüpfung der Gespräche zum nordkoreanischen Atomprogramm mit bilateralen Fragen zu einem „unzuverlässigen Verhandlungspartner“ gemacht, hieß es am Dienstag in einer Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. Nordkorea will jetzt einseitig den Ausschluss Japans von künftigen Verhandlungen durchsetzen.

HB SEOUL. Nordkorea werde es deshalb nicht erlauben, dass Japan „an irgendeiner Form von Verhandlungen“ teilnimmt.

„Japan ist nichts als ein Hindernis für die friedliche Beilegung des Atomstreits zwischen der Volksrepublik (Nordkorea) und den USA“, zitierte die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA einen ungenannten Ministeriumssprecher.

Mit der Erklärung deutete Nordkorea zugleich an, dass es selber eine neue Runde von multilateralen Gespräche nicht ausschließt. Eine erste Sechser-Runde über einen Ausweg aus dem Atomkonflikt, an der außer Nord- und Südkorea, China, Russland und den USA auch Japan teilnahm, war Ende August ohne Ergebnis geblieben. Nordkorea hatte seitdem wiederholt über seine amtlichen Medien erklärt, kein Interesse mehr an weiteren Gesprächen zu haben. Die anderen beteiligten Länder gehen weiter davon aus, dass der Dialog fortgesetzt wird.

Nordkorea hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass es 8000 verbrauchte Atombrennstäbe wiederaufbereitet und Plutonium zum Ausbau seiner atomaren Abschreckung gewonnen habe.

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