Fracking Behörden streiten über neue Gasfördertechnik

Zwei Gutachten, zwei Ergebnisse: Während das Umweltbundesamt die Fracking-Technologie kritisch sehen, sagen Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften: „Ein umweltverträglicher Einsatz der Technologie möglich“.
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In den USA sorgt Fracking für einen Boom. Quelle: dapd

In den USA sorgt Fracking für einen Boom.

(Foto: dapd)

BerlinDie ablehnende Haltung der Bundesregierung gegenüber der Förderung unkonventioneller Erdgasvorkommen mit der umstrittenen Fracking-Technologie fußt auf fehlerhaften Annahmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine bislang unveröffentlichte Stellungnahme der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe) vorliegt. Nach Einschätzung der Experten ist „grundsätzlich ein umweltverträglicher Einsatz der Technologie möglich“.

Das Papier ist politisch brisant – und wird deshalb von der Bundesregierung unter Verschluss gehalten. Es wurde im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums angefertigt, um ein Gutachten des Umweltbundesamtes (UBA) zu bewerten, das wiederum vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben worden war. Die UBA-Gutachter warnen vor dem Einsatz der Fracking-Technologie, weil dadurch das Grundwasser verunreinigt werden könnte.

Beim Fracking wird mit Chemikalien versetztes Wasser unter hohem Druck in die Tiefe gepumpt, um dort gashaltige Gesteinsschichten aufzubrechen. So wird bislang nicht förderbares Gas freigesetzt und kann anschließend an die Erdoberfläche gebracht werden. Dabei geht es um beachtliche Mengen: Die Gasvorräte, die man mit Fracking in Deutschland erschließen könnte, würden ausreichen, um den Gasbedarf hierzulande für 13 Jahre komplett zu decken.

Die Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe werfen ihren Kollegen beim Umweltbundesamt vor, wissenschaftlich ungenau zu arbeiten und Tatsachen zu ignorieren. Durchaus süffisant merken die Verfasser der Stellungnahme an, in dem UBA-Gutachten werde irrtümlich Grundwasser mit Trinkwasser gleichgesetzt.

 
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39 Kommentare zu "Fracking: Behörden streiten über neue Gasfördertechnik"

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  • @hpunkt

    Aber die Verbraucher wie Sie z.B. sind natürlich völlig unschuldig und nie egoistisch, die tanken an der Tankstelle, die heizen mit Öl oder Gas und der Strom kommt aus der Steckdose, was?

  • Hier ist eine Petition !!
    Deutscher Bundestag: Verbot von Fracking
    Link:
    http://www.change.org/de/Petitionen/deutscher-bundestag-verbot-von-fracking-2#share


    Mehr, mehr, mehr .... Geld, Geld, Geld !!
    Alles andere ist Ihnen EGAL .
    Alle Ressourcen werden ohne Rücksicht auf Verluste augebeutet.
    Solange es Ihnen & deren Geldbörsen gut geht,
    ist das was daraus resultiert für Sie erträglich & irgendwie umgehbar !!
    Das ist nicht Richtig, sondern EGOISTISCH &
    hat kein bisschen mehr was mit Menschlichkeit zutun.
    ES IST AUCH UNSERE MUTTER ERDE !!!
    ES GIBT AUCH ALTERNATIVEN &
    UNSERE STIMMEN SOLLTEN GENAUSO BERÜCKSICHTIGT WERDEN !!
    - DENN WIR SIND DAGEGEN

  • Die Studie wird nicht unter Verschluss gehalten. Sie ist bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe im Netz zu finden.
    Stellungnahme der BfGuR zum Gutachten des UBA vom 1. 10. 2o12

  • Wer trägt das Restrisiko
    Fracking sei sicher, das Risiko akzeptabel, sagen die Experten. Sind solche Aussagen vertrauenswürdig? Solche Experten sagten auch, dass Tiefseebohrungen nach Öl sicher sind, dass Atomkraftwerke sicher sind, dass die Asse sicher ist, usw. Doch die Wirklichkeit zeigt etwas ganz anderes. Es geht irgendwann immer schief und viel öfter als die Experten uns weiß machen wollen. Das liegt einfach in der unvollkommenen Natur des Menschen und dadurch sind auch seine Technologien unvollkommen und ganz besonders wenn Gier und Geld mit im Spiel sind. Sollen wir also Konzernen vertrauen, die, wie wir zuletzt im Golf von Mexico ganz klar gesehen haben, Sicherheit und Umweltschutz nur als kostspieliges Übel betrachten? Oder sich im Fall der Katastrophe vor der Zahlung von Entschädigungen drücken, indem sie jahrelang vor Gericht ziehen, wie im Fall der Exxon Valdez? Wird es wieder so kommen, dass skrupellose Konzerne Milliarden verdienen und die Folgekosten ihrer Handlungen der Allgemeinheit überlassen?

  • Den meisten anderen wird es wohl eher davor graulen, wenn sie sich die Lebensbedingungen der kommenden Generationen vor Augen führen.
    Es reicht noch nicht, dass die Erde beim Abbau von Erzen und mit Atommüll rücksichtslos verseucht wird und die Meere zur toten Müllkippe werden, jetzt muss man auch noch akzeptieren, wenn unverantwortliche Profitgier und Korruption zur organisierten Verseuchung des Grundwassers führen.

  • Ja Grundwasser ist kein Trinkwasser. Bis es nach einiger Zeit irgendwo heraussprudelt. Oder von Pflanzen aufgenommen und die darin enthaltenen Stoffe dadurch an der Oberfläche wieder abgegeben werden. Wie kann man nur glauben, das etwas was man in die Erde pumpt nur dort bleibt. Das ist nicht einmal bei in Stollen einbetonierten gelben Fässern so.
    Während am vielen Orten Erdgas abgefackelt wird in Dimensionen das man ganze Städte versorge könnte, will man unter großem Aufwand und Umweltschädigung Gaseinschlüsse aus der Erde "gewinnen". Wirklich gewinnen würde dabei nur Nestle & Co., welche lt. eigenen Aussagen Trinkwasser zu einem kostbaren Produkt aus Plastikflaschen machen will.

    Für einige scheinen Wissenschaft und Technik eine Art Ersatzreligion geworden zu sein.

    Sucht mal nach "Power to Gas". Das sind umweltgerechte Energiekreisläufe die realistisch und Zukunftsfähig sind.

  • @HofmannM
    Leider kann man die Welt nicht wirklich teilen. Es müsste eine Area 52 geben, in der man so stalinistische Betonköpfe wie Sie und Ihrer Freunde verbannt. Dort müssten Sie dann die Pleiten und Pannen Ihrer lebensverachtenden Technik am eigenen Leibe ausbaden. Der Rest der Welt müsste davon verschont bleiben.
    Beantragen Sie bei Ihrer Lobby doch so ein Labor.
    Für Sie ist ein Qne-Way-Ticket, Ihre Kinder dürfen sich einmal entscheiden.
    Wir haben keine Mangelwirtschaft. Diese haben wir in die 3. Welt exportiert und profitieren tagtäglich davon.
    Das ist eigentlich pervers.
    Ökologisch nachhaltiges Handeln ist die einzige Basis für den Globus und die Menschen. Das sich das rechnet und profitabel ist, weiß ich nur zu genau. Deshalb lassen sich auch Banken und Verbände von mir beraten.
    Sie zahlen die Honorare gern und profitieren nachhaltig und auf Dauer. Fair Trade und Fair Play geht immer. Wenn man nur will.
    Bei Ihnen scheint Hopfen und Malz verloren zu sein. Wie sollen die Kinder bei diesem Genpool für mehr Geist haben ?!

    FRACKING IST IN JEDEM FALL VERFASSUNGSWIDRIG UND MENSCHENVERACHTEND !! FRACKING IST MORD AN DER NATUR UND DER SCHÖPFUNG !!
    Folglich muss man Fracking auch wie Massenmord verfolgen und bestrafen.
    ++Ende des Dialogs++

  • @G4G
    Und als Ergänzung noch eins...Wir sind nicht als Menschen auf die Welt gekommen, um dem Mangel zu huldigen, sondern um uns die Welt mit Wissen und Fortschritt so überlebenswert wie möglich einzurichten. Im allgemeinen auch unter Wohlstand zu verstehen!
    Mir graust vor dem Tag, wo ich Kinder sehe, die in eine von euch eingerichtet Mangelwirtschaft hineingeboren werden!

  • @G4G
    Habt Ihr ökosozialisten denn nichts anderes zu bieten als Hollywood Kastarophenfilme ala Al Gore oder solche getricksten Märchenfilme wie Gasland!?
    Es ist schon erbärmlich mit euren angeblichen Wissen um Technik und Wirtschaftlichkeitsrechnung.
    Ihr zieht euch in eure düstere Computerwelt zurück und spinnt euch eine Welt des Untergangs zurecht. Egal ob jetzt Fracking oder der menschengemachte CO2-Klimawandel. Alles basiert auf euren Computersimulierten Traumwelten! In der Realität gibt es weder den menschengemachten Klimawandel noch eine Gefahr durch das Fracking!!!
    Die einzige Gefahr geht von euren Gedankgut einer CO2 und Energiefreien Welt aus! Ihr wollt keine wissensbasierende und industrielle Wohlstandsgesellschaft mehr in Deutschland, ihr wollt eine ökologisch basierende sozialistische Planwirtschaft des allgemeinen Mangels!!!

  • @G4G:
    Der MEnsch besteht zu 97% aus Wasser?
    So wie eine Qualle? Oder bestehen nicht die meisten Menschen aus ca. 65% aus Wasser und nur diejenigen mit einem extremen Wasserkopf kommen auf 97%?
    Vielleicht sollte sie mal ein echtes Lehrbuch zum Thema Gasförderung in die Hand nehmen altat sich diese Convieniend Propaganda wie Gasland reinzuziehen. Selbst der MAcher von Gasland musste zugeben, dass sein Film zum großteil Lügen verbreitet.
    Die förderung von unkonventionellem Erdgas ist nicht gefährlicher als die förderung von Kohle. Wissen sie wieviel wasser bei der Kohleförderung verbraucht wird und wieviele Chemikalien erst?

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