Francois Hollande
Kometen und schwarze Löcher in der Galaxie Hollande

Der Sozialist Hollande geht mit klarem Vorsprung in die entscheidende Stichwahl mit Sarkozy. In seiner Partei bereiten sich schon alte Vertraute, junge Emporkömmlinge und frühere Erzfeinde auf die große Karriere vor.
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ParisJe näher der Wahltag 6.Mai und damit der mögliche Sieg des Sozialisten Francois Hollande rückt, desto emsiger dreht sich das Karussell der Spekulationen: Wer wird was in einer Regierung, die der neue Staatspräsident zusammenstellen kann? Wen befördert er, wer geht leer aus? Mit welchen neuen Gesichtern schmückt er den Machtwechsel? Auch wenn Hollande seine Mitstreiter mehrfach in scharfer Form davor gewarnt hat, das Fell des Bären zu verteilen, ehe der erlegt ist: Nicht nur die Interessierten selber, sondern auch die französische Öffentlichkeit und die Wirtschaft überlegen, wer sie möglicherweise demnächst regieren wird. 

Für die Deutschen sind die meisten Namen der „Galaxie Hollande“ völlig neu. Aber es sind auch einige Altvertraute dabei. Wie immer, wenn eine Partei nach Jahren wieder an die Macht kommt - bei den französischen Sozialisten hat die Durststrecke „nur“ zehn Jahre gedauert, denn bis 2002 stellten sie immerhin den Premier und die Ressortchefs, wenn auch nicht den Staatspräsidenten - wird es eine Mischung geben: Da sind die mit Regierung und Verwaltung bereits Vertrauten, auf deren Erfahrung der neue Chef nicht verzichten kann und will; dann die jungen Stars, die mit großem Ehrgeiz während der langen Wahlkampagne ihr Talent bewiesen haben und nun darauf hoffen, dass ihr Einsatz entlohnt wird.

Und es gibt den ganz engen Kreis der Leute, denen Hollande wirklich vertraut: Sie haben auch dann zu ihm gehalten, als er von den meisten Parteifreunden wie ein Aussätziger gemieden wurde, nachdem er 2008 den Parteivorsitz verloren hatte und mit Anfang 50 schon als politische Leiche galt.
Zu dieser kleinen Gruppe der Verschworenen zählt Michel Sapin. Der joviale 60-jährige, der bereits Anfang der 90er-Jahre und von 2000 bis 2002 Minister war, hat auch in den dunkelsten Stunden Hollande die Treue gehalten. Er ist nicht nur der Architekt seines politischen Programms, sondern auch Hollandes Antenne in die Wirtschaft. Gleichzeitig soll der frühere Finanzminister ein Unterpfand dafür sein, dass die neue Regierung sich nicht wie eine Truppe blutiger Anfänger aufführt. Er käme als Superminister für Finanzen und Wirtschaft in Frage.

In den vergangenen Wochen gehörte es zu Sapins vielen Aufgaben, die Marktteilnehmer auf den neuen Präsidenten vorzubereiten, mit Investoren zu reden, um genau das zu verhindern, worauf der Amtsinhaber Nicolas Sarkozy spekuliert: eine Panikwelle nach Hollandes Sieg, ein Angriff auf die französische Staatsschuld und steigende Zinsen.

Auch wenn er nicht zur Riege der alten Kumpel zählt, muss man in diesem Kontext einen weiteren Namen nennen: Emmanuel Macron.  Er ist Partner von Rothschild & Cie und hat lange im französischen Tresor gearbeitet. Formal nur ein Teil des Finanzministeriums, ist der Tresor die finanzpolitische Leitzentrale des Staates und sein Talentpool: Aus dem Schatzamt kamen in den vergangenen Jahren häufig die Leiter des Präsidialamtes. Einer seiner früheren Chefs, Benoit Coeuré, sitzt heute im Direktorium der EZB. 

Kommentare zu " Francois Hollande: Kometen und schwarze Löcher in der Galaxie Hollande"

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  • und alle kommen sie von der gleichen Eliteschule und speisen hinter geschlosenen Türen hervrorragen und einmütig miteinander. Das ist doch nur die kurze Show fürs dumme VOll. Also das gleiche wie hier. SPD, CDU, FDP egal, quasi sch..egal.

  • Ist doch völlig wurscht wer da gewählt wird, er macht genau wie hier, was er will...was soll das ganze Theater. Die Leute die da stehen und auch noch wählen und jubeln scheinen echt einen an der Klatsche zu haben wenn die wirklich im Glauben sind, die da oben regeln irgendwas, was uns alle angeht. Vergesst das mal ganz schnell wieder.

  • Guten Tag,... Geben Sie dem Mann doch eine Chance;... Mitterand war auch ein Sozialist..... und hat mit " Birne " Haendchen gehalten. Ich bin weder Sozialist noch Sarkozyst.... jedoch glaube Ich dass vor einigen Jahren Madame Royale die bessere Wahl gewesen waere. Diese Frau sieht noch nach " Dame " aus,.... Hingegen auf der anderen Seite " du Rhin " ...... Na Sie wissen schon was Ich meine. Ob Schwarze oder Arschloecher;.... es ist eh egal wer oben sitzt;.... Das Pack fuellt sich die Taschen und er kleine Mann kann krepieren. Ob links vom Rhein oder rechts vom Rhein. Merci de votre attention.

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