Frankreich
Chirac will französische Konzerne gegen Übernahmen schützen

Frankreichs Präsident Jacques Chirac will, nach den jüngsten Spekulationen um den Nahrungsmittelhersteller Danone, einheimischer Unternehmen gegen unerwünschte Übernahmen besser schützen.

HB PARIS. Ein angebliches Angebot des US-Getränkeherstellers PepsiCo für Danone mit etwa 90 000 Beschäftigten hatte bei französischen Politikern die Angst geweckt, dass strategisch wichtige Unternehmen in ausländische Hände geraten könnten.

PepsiCo dementierte zwar, dass das Unternehmen derzeit ein Angebot für Danone plane. Chirac kündigte dennoch gegen eine Übernahme wichtiger französischer Unternehmen Widerstand an. „Wir müssen die Maßnahmen verstärken, mit denen wir unsere Schlüssel-Unternehmen schützen. Wir müssen prüfen, ob für die Ermutigung von langfristigen Investitionen irgendeine Änderung notwendig ist“, sagte der Präsident. Die Situation um Danone habe gezeigt, wie gefährlich es sein könne, wenn kurzfristig und spekulativ-orientierte Investoren die Aktien einer französischen Firma kauften.

Danone hatte am Montag an der Börse etwa zwei Milliarden Euro an Wert eingebüßt, nachdem Spekulationen um eine Übernahme durch Pepsico mit dem Dementi des US-Getränkekonzerns geplatzt waren. Zuvor war der Kurs infolge der Übernahmegerüchte um etwa 20 Prozent in die Höhe geschnellt. Die Börsenaufsicht AMF leitete bereits eine Untersuchung wegen möglicher Kursmanipulation ein. Die Untersuchung der AMF konzentriert sich auf die zuletzt starken Kursbewegungen und auf gestreute Informationen über das Unternehmen in den vergangenen Wochen.

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