Frankreich
Hollande nennt Merkel-Kritik „Ungeschicktheit“

Die Kritik von Hollandes Parteifreunden an Bundeskanzlerin Merkel nannte Frankreichs Präsident als „Ungeschicktheit“. Er versicherte Merkel, dass er fest an die deutsch-französische Freundschaft glaube.
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ParisFrankreichs Präsident François Hollande hat die Kritik von Parteifreunden an der Bundeskanzlerin Angela Merkel als „Ungeschicktheit“ bezeichnet. Er habe Merkel versichert, dass er fest an die deutsch-französische Freundschaft glaube, sagte der Sozialist in einem Interview des „Wall Street Journal“ (Freitag) zum ersten Jahrestag seines Wahlsiegs am 6. Mai. In seiner Partei könne er allerdings nicht mehr tun, als die Verantwortlichen für ihr Verhalten zu rügen.

Indirekt stützte Hollande die Egoismus-Kritik an Merkel allerdings. Die Kanzlerin habe Wahlen vor sich und könne deswegen nicht den Eindruck erwecken, sie kümmere sich mehr um die Sorgen Europas als um die der Deutschen.

In einem Entwurf für ein Strategiepapier hatten führende Sozialisten zum Kampf gegen „die egoistische Unnachgiebigkeit von Bundeskanzlerin Merkel“ aufgerufen. Diese habe ausschließlich das Interesse der deutschen Sparer, den deutschen Handelsbilanzüberschuss und ihre eigenen Wahlaussichten im Sinn, schrieben die Autoren. Die Kritik hatte in Deutschland für Empörung gesorgt, aber keine so großen Wellen geschlagen wie in Frankreich selbst. Die Angriffe seien unangemessen, hieß es aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Hollande räumte in dem Interview zudem ein, Merkel habe in gemeinsamen Gesprächen ihre Sorge über die Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs zum Ausdruck gebracht. „Ich sage ihr, dass ich in einem Jahr nicht das erreichen kann, was meine Vorgänger in zehn Jahren nicht gemacht haben“, kommentierte der Franzose. Merkel sei eine Gesprächspartnerin, die kein Blatt vor den Mund nehme. Grundsätzlich sei er überzeugt, dass es immer möglich sei, mit Deutschland einen Kompromiss zu erzielen.

An diesem Montag jährt sich der Wahlsieg Hollandes gegen seinen konservativen Amtsvorgänger Nicolas Sarkozy zum ersten Mal. Bereits für diesen Sonntag hat die extreme Linke um Hollandes früheren Parteifreund Jean-Luc Mélenchon zu einer

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Sozialisten können nur zu Lasten Fleissiger und Reicher leben oder auf "Pump", so dass die Kindes-Kinder noch Zinsen für ihre Fett-Lebe zahlen müssen. Sie wollen "EURO-Bonds" haben in Frankreich, damit der Schulden-Rausch der Südländer von neuem beginnen kann und zu zahlende Zinsen mit immer neuen Schulden aufgestockt werden.

    Kartenhaus. -> Die "Arschkarte" bekommen die Deutschen dabei zugeschoben.

    Was einen angeblichen "Flirt" zwischen AfD und Piraten angeht, so sind Leistungswillige aus der Piratenpartei bestimmt herzlich willkommen. Ansonsten sind die Piraten offensichtlich vor allem jugendliche Befürworter des steuerfinanzierten "Gehalts für Nichtstuer" -> genannt "Bürgergeld", man soll dabei darauf vertrauen, dass jeder soviel arbeitet wie er "Lust" hat. So stellt man sich bei den Piraten das Arbeitsleben vor. Die Piraten sind eine Idee der Linken, um arbeitsunwillige, jugendliche Nichtwähler an die Urne zu bekommen für fragwürdige Grün-Sozi-Mehrheiten (siehe NRW).

  • Barrosos-Hollandes Geld-Ausgeben-Wollen "Auf neuen Pump" (EURO-Bonds) hat viele Nachteile:

    - Der Schuldenberg der EZB wächst weiter, es zerstört die natürliche Marktwirtschaft, weil die "willkürlichen EU-Subventionen" Korruption begünstigt und das Prinzip von "Angebot und Nachfrage" zerstört, es entsteht eine gesteuerte Unfreie-Subventions-Wirtschaft.

    - Firmen, die nicht willkürlich subventioniert werden brechen zusammen, nur "EU-untertänige Firmen" würden überleben können, Ende der freien Wirtschaft

    - Es erhöht die Schulden vor allem in Deutschland, wir würden brennendes Stroh werfen nach Südeuropa, daran kann sich niemand langfristig wärmen. Und wer bezahlt das Wachstum "auf Pump" ??

    - die "ewigen Zinsen" für immer neue Staatsanleihen "fressen das Geld unserer Kinder" !! Zinsen werden mit immer neuen Schulden bezahlt.

    Die Politiker sind immer FETT-bezahlt und den Mist, den sie verzapfen, baden die "anderen" aus, das tumbe Volk das ausgepresst und verarscht wird. Das ist die Krux. Politiker sind kleine Götter und Feudalherren, nichts entscheiden die, was sie selber nachteilig betrifft. FETTE Pensionen warten schon ... Sie dienen den Lobbygruppen der Weltkonzerne und treten Mittelstand und Mittelschicht kaputt.

    "EU in Brüssel" ist ein hirnloses, GELD-fressendes, Schulden-scheissendes Monster.

    AfD wählen !! CDU ist mit Merkel und Gröhe ein armseeliger Haufen geworden. Bei Deutschland landet der ganze EU-Schuldenmüll am Ende.

  • Hollande will Eurobonds,das Leben auf Pump,keine Reformen und eine gemeinsame Schuldenhaftung noch über das jetzige Maß hinaus.
    Seine Hoffnung:Der 22.September 2013 und damit einen Sieg von Rot-Grün,bzw.eine große Koaltion ohne FDP.

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