Frankreich
Jospin will kein Präsident mehr werden

Das erste große Rätsel bei der Kandidatenkür der französischen Sozialisten für die Präsidentschaftswahl im Mai ist gelöst: Ex-Premier Lionel Jospin hat bekannt gegeben, dass er nicht noch einmal antritt. Damit werden Segolene Royal und Dominique Strauss-Kahn als Hauptkonkurrenten in die Vorwahl gehen.

HB PARIS. In einem Interview mit dem Radiosender „RTL“ sagte Jospin am Donnerstag auf die Frage, ob er bei der Wahl kandidieren werde: „Ich kann bestätigten, 'Nein'.“ Nach seiner Rückkehr auf die politische Bühne in diesem Sommer hatten der sozialistische Politiker sowie viele Beobachter bis zuletzt einen neuen Anlauf auf das Präsidentenamt nicht ausgeschlossen.

Der 69-jährige Jospin hatte sich nach der verheerenden Niederlage bei der Präsidentenwahl im Jahr 2002 aus dem politischen Leben zurückgezogen. Der rechtsextreme Politiker Jean-Marie Le Pen kam damals in der ersten Runde der Wahl an zweiter Stelle nach dem späteren Sieger und Amtsinhaber Jacques Chirac und drängte Jospin so frühzeitig aus dem Rennen. Kritiker werfen Jospin vor, seine Niederlage nie wirklich analysiert zu haben.

In der Gunst der Wähler liegt derzeit nach Meinungsumfragen die sozialistische Politikerin Segolene Royal vorn, wenn es um die Frage geht, wen die Sozialisten ins Rennen um das höchste Amt schicken sollen. Diese Entscheidung treffen die rund 200 000 Parteimitglieder bei einer Versammlung im November. Bislang werden rund ein halbes Dutzend Kandidaten gehandelt. Sie müssen von Samstag an bis Dienstag erklären, ob sie kandidieren wollen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%