Frankreich
Konservative rufen Sarkozy zur Hilfe

Nur Sarkozy habe die notwendige Autorität, um den Streit an der Parteispitze der französischen Konservativen zu lösen: Das meint Ex-Premierminister Alain Juppé, der zuvor mit seinem Vermittlungsversuch scheiterte.
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ParisNach dem gescheiterten Vermittlungsversuch im Streit um die Führung der Konservativen in Frankreich richten sich die Hoffnungen nun auf Expräsident Nicolas Sarkozy. Der 57-Jährige wolle mit seinem früheren Regierungschef François Fillon zu Mittag essen, berichtete die Zeitung "Le Parisien" am Montag. Außerdem wolle er mit Fillons Rivalen Jean-François Copé telefonieren. Die beiden Politiker machen sich die Führung der UMP streitig, nachdem die Wahl vor gut einer Woche von Betrugsvorwürfen überschattet war.

Der ehemalige Premierminister Alain Juppé, der am Sonntagabend mit seiner Vermittlung gescheitert war, hatte Sarkozy ins Spiel gebracht. Sarkozy sei der einzige, der die notwendige Autorität besitze, um eine Lösung vorzuschlagen, sagte Juppé am Montagmorgen dem Radiosender RTL. "Er muss darüber entscheiden".

Juppé hatte nach weniger als einer halben Stunde, in der er mit Fillon und Copé sprach, das Handtuch geworfen. Fillon, der bei der Wahl des Parteichefs vor einer Woche laut Wahlkommission nur mit 98 Stimmen unterlegen war, machte Copé für das Scheitern verantwortlich. Der Exregierungschef will nun die Justiz einschalten, was aber laut "Le Parisien" von Sarkozy abgelehnt wird.

Sarkozy "sehr besorgt" über Zustand seiner Partei

Sarkozy sei "sehr besorgt" über die Einheit der UMP, sagte der frühere Innenminister Brice Hortefeux dem "Parisien". Der Expräsident habe bei seinem Ausscheiden aus dem Amt im Mai eine geeinte Partei hinterlassen. "Er stellt fest, dass sie heute geschwächt und geteilt ist".

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