Frankreich
Le Pen kann bei Präsidentschaftswahl antreten

Der rechtsextremistische Politiker Jean-Marie Le Pen darf zum vierten Mal bei französischen Präsidentschaftswahl sein Glück versuchen: Zwei Tage vor Ablauf der Frist erklärte seine Partei Front National, Le Pen habe die notwendigen 500 Patenschaften von gewählten Mandatsträgern zusammen.

HB PARIS. Am Mittwochnachmittag wollte Le Pen die Stimmen beim Verfassungsrat einreichen. Er gehört Umfragen zufolge zu den vier aussichtsreichsten Bewerbern neben Innenminister Nicolas Sarkozy, der sozialistischen Kandidatin Ségolène Royal und François Bayrou von der liberalen UDF. Die erste Wahlrunde findet am 22. April statt, die Stichwahl am 6. Mai.

Le Pen hatte sich bereits 1974, 1988, 1995 und 2002 um das Amt des Hausherrn im Elysee-Palast beworben. Beim Auftakt kam er nur auf 0,73 Prozent der Stimmen, 14 Jahre später waren es schon 14,5 Prozent, und 1995 konnte er sich nochmals verbessern auf 15,3 Prozent. Bei der Wahl 2002 gelang Le Pen das scheinbar Undenkbare: Er setzte sich im ersten Wahlgang hinter Präsident Jacques Chirac und erreichte somit die Stichwahl, bei der er knapp 18 Prozent erzielte.

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