Frankreich: Oh là là, Hollande!

Frankreich
Oh là là, Hollande!

Kein Dementi, kein Leugnen: Frankreichs Präsident Hollande soll eine Affäre mit der Schauspielerin Julie Gayet haben, zu der er nachts durch Paris auf dem Moped fährt. Die politischen Gegner reagieren erstaunlich.
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Viele Franzosen warfen Francois Hollande scherzhaft vor, er könne sich nicht zwischen seiner früheren Lebensgefährtin Ségolène Royal und seiner heutigen Partnerin Valérie Trierweiler entscheiden. Nun scheint er den einfachen Ausweg gefunden zu haben, eine Beziehung zu einer Dritten.
Nach den Enthüllungen des französischen People-Magazins Closer über eine Affäre des Staatspräsidenten Francois Hollande mit der Schauspielerin Julie Gayet reagieren die Politiker des Landes erstaunlich einheitlich: Man verurteilt die Verletzung der Privatsphäre des Staatschefs. Hollande selber hatte den Ton vorgegeben und gegenüber der Nachrichtenagentur AFP gesagt, er bedauere „zutiefst die Verletzung meiner Privatsphäre“ und „denke nun über die Reaktion nach, einschließlich juristischer Schritte.“

Kein Dementi also, kein Leugnen. Das wäre auch ziemlich zwecklos angesichts der Fotos, die Closer am Freitag veröffentlicht hat. Sie zeigen den Präsidenten, der sich von einem Motorrad vor demselben Appartement absetzen lässt, in dessen Eingang kurz vorher die 41-jährige Schauspielerin verschwunden ist. Die Affäre zieht sich Closer zufolge bereits über Monate hin. Von einem Leibwächter, der bereits während der Wahlkampagne 2012 für ihn gearbeitet hat, habe sich das Pärchen morgens gegen acht Uhr frische Croissants bringen lassen.

Auch das ist auf den Fotos zu sehen, ebenso wie der behelmte Präsident, der sich von demselben Motorroller abholen lässt, der ihn tags zuvor absetzte. Mit einem Rest von Diskretion verzichtet Closer darauf, die Adresse des Liebesnests zu nennen und spricht lediglich von einem Apartment „in unmittelbarer Nähe des Elysée-Palastes.“

Frankreichs Zeitungen sehen Staatspräsident François Hollande nach Berichten über eine angebliche Affäre mit einer Schauspielerin in der Defensive. Die Berichte seien für Hollande „katastrophal in jeder erdenklichen Weise“, schrieb die Zeitung „L'Alsace“ am Samstag. Bei der für Dienstag angekündigten Pressekonferenz zu seinen politischen Plänen werde sich nun alles nur um das mutmaßliche Techtelmechtel des Staatsoberhauptes drehen, kommentierte die Zeitung „Sud-Ouest“.

„Alle Augen richten sich jetzt auf die Reaktion des Präsidenten“ auf die Affäre, hieß es in einem Kommentar im „L'Est Republicain“. Dass er nun - statt seine Vision für Frankreich darzulegen - seine Beziehung erläutern müsse, verspreche „einen hochinteressanten Auftritt“, macht sich die Zeitung „Sud-Ouest“ lustig. Die „Nouvelle Republique du Centre-Ouest“ schreibt nüchtern, es bleibe abzuwarten, ob die Affäre Hollande noch weiter schade. „Schließlich waren seine Umfragewerte schon miserabel.“

Kommentare zu " Frankreich: Oh là là, Hollande!"

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  • Warum soll er denn nicht pimpern dürfen nur weil er die Franzosen arbeitslos sind ?

  • Tetzlaf ist hochaktuell. Alfred war sehr vorausschauend. Und: alles wiederholt sich. Ich habe mir voriges Jahr Alfred's gesammelte Werke auf DVDs geleistet. Und wenn's unerträglich wird mit den täglichen Horror-Meldungen, ziehe ich mir Tetzlaf rein - zum Trost!

  • Ich nehme an, dass der Mann nicht richtig ausgelastet ist. Hallo, Franzosen, der Mann ist überbezahlt!

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