Frankreich
Polizei verhindert Anschlag auf Kirchen

Ein 24-Jähriger hortet in Paris Kriegswaffen, Munition und schusssichere Westen. Wohl eher zufällig kommt die Polizei ihm auf die Spur – und findet Beweise für ein geplantes Attentat.
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ParisEin Student soll in Frankreich einen Terroranschlag auf ein oder zwei Kirchen geplant haben. Das Attentat habe unmittelbar bevorgestanden, sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch. Der 24-Jährige wurde bereits am Sonntag in Paris festgenommen – die Polizei kam ihm nach französischen Medienberichten eher durch Zufall auf die Spur.

Allerdings war der junge Mann den Behörden bereits bekannt: Die Polizei hatte Hinweise bekommen, dass er nach Syrien reisen wollte, um dort in die Reihen der Dschihadisten zu treten. Im Januar hatte eine islamistische Anschlagsserie Frankreich erschüttert.

Im Auto und in der Wohnung des Mannes im Südosten der französischen Hauptstadt stießen die Ermittler auf ein Arsenal mehrerer Kriegswaffen, Munition und schusssichere Westen. „Außerdem wurden Unterlagen gefunden, die unzweideutig belegen, dass die Person die unmittelbare Ausführung eines Attentats plante, vermutlich gegen eine oder zwei Kirchen“, sagte Cazeneuve.

Der Verdächtige soll zudem an der Ermordung einer 32-jährigen Frau beteiligt sein, die am Sonntag tot in einem Auto in Villejuif bei Paris gefunden wurde. Der Zusammenhang ist noch unklar – die Frau aus Nordfrankreich war am Vorabend in die Pariser Region gekommen, um dort ein Praktikum zu machen.

Nach übereinstimmenden Berichten französischer Medien hatte der Mann am Sonntagmorgen selbst den Notruf gewählt, weil er eine Schussverletzung am Bein hatte. Daraufhin seien Polizisten den Blutspuren bis zum Wagen des Mannes gefolgt, hieß es unter Berufung auf Polizeikreise weiter.

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