Frankreich
Sarkozy kämpft um rechte Wähler

Nach dem großen Erfolg der Front National setzt Nicolas Sarkozy seine letzte Hoffnung auf rechte Wähler. Doch sein Kontrahent Hollande gibt sich siegessicher. Am 6. Mai sind die Franzosen zur Stichwahl aufgerufen.
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ParisMit betont nationalen Tönen hat Amtsinhaber Nicolas Sarkozy zur Aufholjagd bei der französischen Präsidentenwahl geblasen. Sein Hauptaugenmerk richtete Sarkozy am Montag auf die 18 Prozent der Wähler, die der Rechtsextremistin Marine Le Pen im ersten Wahlgang zu einem Rekordergebnis verhalfen. Die Kandidatin des Front National stahl damit dem Sozialisten Francois Hollande die Schau, der am Sonntag knapp gewonnen hatte und nun als Favorit in das entscheidende Duell mit Sarkozy am 6. Mai zieht.

„Heute kehre ich in den Wahlkampf zurück. Ich werde weiterhin unsere Werte und Pflichten hochhalten: Respekt für unsere Grenzen, Kampf gegen die Verlagerung von Betrieben ins Ausland, Kontrolle der Zuwanderung, Sicherheit unserer Familien“, erklärte Sarkozy. Nach dem amtlichen Endergebnis musste er sich mit 27,18 Prozent Hollande geschlagen geben, für den 28,6 Prozent stimmten. Der von den Kommunisten unterstützte Linkskandidat Jean-Luc Melenchon kam auf 11,1 Prozent, der Zentrumspolitiker Francois Bayrou auf 9,13 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 80 Prozent.

Hollandes Wahlkampfmanager Pierre Moscovici sagte, der Sieg sei zum Greifen nahe. Der Kandidat sei sich jedoch der Schuldenkrise bewusst, mit der jede linke Regierung konfrontiert werde. „Die Unsicherheit in der französischen Wirtschaft könnte mindestens bis zu den Parlamentswahlen im Juni anhalten“, sagte Analyst Manuel Maleki von Global Economics ING.

Jüngste Konjunkturdaten wiesen auf eine Eintrübung der Stimmungslage in der Wirtschaft hin. Der mögliche Machtwechsel in Frankreich hat viele Anleger verunsichert. Sie befürchteten, dass Europa seinen Sparkurs verlassen könnte.

Kommentare zu " Frankreich: Sarkozy kämpft um rechte Wähler"

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  • Guten Tag,... Es ist schon traurig dass die Finanzwelt glaubt dass Frankreich unter einem Sozialisten zusammenbrechen wird. Ich habe jede Menge Gruende die Franzosen zu hassen wie die Pest,...denn Ich habe ueber 30 Jahre fuer sie gearbeitet. Dass wir uns Gut verstehen;... fuer sie,.... nicht mit ihnen. Franzosen arbeiten nicht. Sie mobben, kommandieren herum und bauen nur Scheisse. ABER;... diese Pack wird nicht absaufen. Frankreich hat Innovationen, Ideen, und sogar jetzt noch Lebenfreude. Dies sind Dinge die Ich noch heute an den Froschfressern bewundere. Wenn jemand glaubt der Zwerg waere eine Garantie fuer Europa;.... mon dieu ! Es gibt in den Randgebieten Oestlich von Paris eine Kriminalitaet die nicht einmal Amerika oder Brasilien kennt. Hier kann nur einer aufraeumen,.. der Front National. Und wer weiss,.. vielleicht kriegt Marine sie sogar dazu etwas fleissiger zu sein. Aber Frankreich haengt weder an Hollande noch an Sakozy. Besten Dank

  • Die Nationalisten können rechnen und wollen dieses Europa nicht, das Sarkozy zusammen mit Merkel laufend am Retten ist! Da muss er sich schon von Merkel lossagen. Vielleicht würde das sie auch zum Umdenken bewegen. Wie beim Atomentscheid ist sie ja eigentlich flexibel!

  • Der Front National ist nicht verglecihbar wie die NPD (sie wollen z.b die Republik behalten und gewalttätig wird sicher keiner ihrer Anhänger) und die meisten ihrer Wähler sind junge Protestwähler
    ( 40% ihrer Wähler behaupten weder links noch rechts zu sein und eher wegen 'mangelnder Alternativen' Marine Le Pen wählen,
    Quelle: lemonde.fr (einer der größten frz. Tageszeitungen: http://www.lemonde.fr/election-presidentielle-2012/article/2012/04/23/score-de-marine-le-pen-le-message-de-la-france-des-invisibles_1689734_1471069.html )

    =>Ein Amalgam aus rechtsextremen und unentschlossennen Wählern die er überzeugen muss (Das hat er schon in 2007 gemacht, nur das damals der Kandiat des Front National seine Wählerschaft dazu aufrief Sarkozy zu Wählen.)
    Aber in wirklichkeit ist für Europa (Wenn nicht hätte er nicht so eng mit Merkel zusammengearbeitet) und das ist den rechtsextremen Wählern von Marine Le Pen durchaus klar. Und ihre 40% Protestwähler werden nur unwahrscheinlich für den wählen mit dem sie nicht zufriden sind.

    Deshalb wird es so schwierig für ihn sein die Wahl zu gewinnen

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