Frankreich
Sarkozy lassen Massenproteste kalt

Gestrichene Flüge, ausgefallene Züge, Straßen voller Demonstranten: In Frankreich protestieren die Bürger weiter gegen die Rentenreform. Aber die Mobilisierung der Massen stößt an Grenzen.
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HB PARIS.Für Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy scheint der Kampf gegen die Gegner seiner Rentenreform gewonnen. Auch am Donnerstag beteiligten sich wieder bis zu drei Millionen an Streiks und Demonstrationen.

Das von der Gewerkschaften insgeheim erhoffte „Erdbeben auf der Straße“ blieb aber aus, die Zahl der wirklich Streikenden sank sogar gegenüber dem vorherigen Protesttag. Bereits im kommenden Sommer dürfte damit für die „Rente mit 60“ die letzte Stunde geschlagen haben. Wer länger lebt, muss länger arbeiten - mit dieser unangenehmen Wahrheit müssen sich nun auch die Franzosen anfreunden.

Das Problem der Reformgegner ist letztlich der Mangel an Alternativen. Keiner konnte bislang schlüssig darlegen, wie das riesige Defizit in der Rentenkasse ohne eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit gestopft werden könnte.

Selbst die größte Oppositionspartei sieht die Notwendigkeit, die Mindestdauer der Beitragszahlungen zu verlängern. Damit würde die Möglichkeit zur Rente mit 60 zwar theoretisch bleiben, praktisch könnte sie aber kaum jemand mehr in Anspruch nehmen. „Wählertäuschung“ nennt das die konservativ-rechte Regierung.

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