Frankreich
Sarkozy muss Auslagen zurückzahlen

Budget unter der Lupe: Erstmals seit König Ludwig XVI. ist das Budget eines französischen Staatschefs wieder von einer unabhängigen Instanz kontrolliert worden. Das Ergebnis: Nicolas Sarkozy musste ein erkleckliches Sümmchen zurückzahlen, das der Élyséepalast zunächst für ihn übernommen hatte.

HB PARIS. Sarkozy zahlte 14 123 Euro Auslagen für private Ausgaben zurück. Der Rechnungshof kritisierte zudem die hohen Ausgaben für Schlösser, die dem Präsidenten zur Verfügung stehen, aber kaum genutzt werden. Doch insgesamt gab Rechnungshofpräsident Philippe Séguin dem Staatschef gute Noten.

Sarkozy hatte nach seiner Wahl 2007 die Abschaffung der von allen seinen Vorgängern genutzten Geheimkassen verkündet und transparente Budgets versprochen. Ausgaben des Präsidenten wie Reisen, die bisher von Ministerien bezahlt worden waren, werden jetzt im Élysée-Budget verbucht. Das brachte Sarkozy den Vorwurf ein, sein Budget auf 110 Millionen Euro verdreifacht zu haben. Séguin sprach Sarkozy aber von diesem Vorwurf frei. Die Kasse des Élyséepalastes sei manchmal Anlass zu Fantasien, sagte Séguin dem „Figaro“ zufolge.

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