Frankreich und Großbritannien
Mehr Polizei gegen Tunnel-Flüchtlinge

Die Lage in Calais bleibt weiterhin äußerst schwierig: Frankreich und Großbritannien wollen den Flüchtlingsströmen durch den Eurotunnel einen Riegel vorschieben und kündigen deshalb den Ausbau der Polizeipräsenz an.
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CalaisDie Regierungen in London und Paris wollen ihre Polizeipräsenz am Eurotunnel massiv aufstocken, um Flüchtlinge am Versuch zu hindern, durch den Tunnel nach Großbritannien zu gelangen. Das britische Innenministerium gab in der Nacht zum Donnerstag die Bildung eines gemeinsamen Einsatzzentrums in der französischen Stadt Calais bekannt. Die Innenminister beider Länder wollen die Arbeit des von ranghohen Polizisten beider Länder geleiteten Zentrums am Vormittag gemeinsam erläutern.

Tausende Flüchtlinge versuchen seit Wochen, über den Tunneleingang in Calais auf die britische Insel zu gelangen. Beim Versuch, auf Lastwagen und Züge zu springen, die unter dem Ärmelkanal nach Großbritannien fahren, starben bereits zahlreiche Menschen.

Um die französische Stadt Calais gibt es mehrere Lager, in denen sich Flüchtlinge versammeln, die den Weg nach Großbritannien wagen wollen. Der Fracht- und Personenverkehr durch den Kanaltunnel ist durch die Zwischenfälle erheblich beeinträchtigt.

Flüchtlingsrouten nach Europa <--! Unglücksstelle 1-->
Unglücksstelle

11.02.2015 - 330 Tote

3.10.2014 - 366 Tote

4.08.2011 - 125 Tote

<--! Ende Unglücksstelle 1 --> <--! Unglücksstelle 2 -->
Unglücksstelle

29.07.2015 - 150 Tote

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Unglücksstelle

19.04.2015 - 700 Tote

<--! Ende Unglücksstelle 3 --> <--! Unglücksstelle 4 -->
Unglücksstelle

1.06.2011 - 270 Tote

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Unglücksstelle

15.09.2014 - 500 Tote

<--! Ende Unglücksstelle 5 --> <--! Unglücksstelle 6 -->
Unglücksstelle

11.06.2012 - 54 Tote

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Unglücksstelle

4.11.2014 - 24 Tote

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Westafrikanische Route

Irreguläre Grenzübertritte 2006-2014

Irreguläre Grenzübertritte 2014

Top 3- Herkunftsländer der Migranten
- Marokko: 52
- Guinea: 50
- Senegal: 26

Westliche Mittelmeer-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2009-2014

Irreguläre Grenzübertritte 2014

Top 3- Herkunftsländer der Migranten
- Algerien (See): 734
- Kamerun: 1497
- Mali: 669 (Land)

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Zentrale Mittelmeer-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2008-2014

Irreguläre Grenzübertritte 2014

Top 3- Herkunftsländer der Migranten
- Syrien: 39.651
- Eritrea: 33.559
- Unbekannt: 26.340

Apulien und Kalabrien

Irreguläre Grenzübertritte 2009-2013

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Jan-Jun): 7.751

Top 3- Herkunftsländer der Migranten
- Syrien: 3.040
- Nigeria: 684
- Eritrea: 475

Östliche Mittelmeer-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2008-2014

Irreguläre Grenzübertritte 2014

Top 4- Herkunftsländer der Migranten
- Syrien: 48.075
- Afghanistan: 12.475
- Somalia: 1.621 (Sea)
- Irak: 483 (Land)

Balkan-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2009-2014

Irreguläre Grenzübertritte 2014

Top 3- Herkunftsländer der Migranten
- Kosovo: 22.059
- Afghanistan: 8.342
- Syrien: 7.320

Osteuropäische Route

Irreguläre Grenzübertritte 2009-2014

Irreguläre Grenzübertritte 2014

Top 3- Herkunftsländer der Migranten
- Vietnam: 257
- Afghanistan: 209
- Georgien: 171

Albanien-Griechenland Route

Irreguläre Grenzübertritte 2008-2014

Irreguläre Grenzübertritte 2014

Top 3- Herkunftsländer der Migranten
- Albanien: 8.757
- Mazedonien: 31
- Georgien: 14

Quelle: Frontex Annual Risk Analysis 2015

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Frankreich und Großbritannien: Mehr Polizei gegen Tunnel-Flüchtlinge"

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  • Wir müssen leider draußen bleiben
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    Frankreich und Groß-Britannien machen den Tunnel dicht.
    Refugees are not welcome.
    Sollen sie doch nach Deutschland kommen, hier fliesen Milch und Honig.
    Hier wohnen sie im Hotel Adlon oder bei Gauck im Schloss Bellevue. Natürlich ultra all incl.
    Hier gibt es Geld en mass, audh Kindergeld für die 20 "Mietkinder" in der Heimat. Und der gesamte Clan ist krankenversichert.

  • ich verstehe das nicht!
    Die Flüchtlinge , die aus Kriegsgegenden geflohen sind, sind in Frankreich doch nun in Sicherheit.

    Warum stürzen sich diese Menschen in solch lebensgefährliche Abenteuer?

    Es geht doch definitiv hierbei nicht darum zu üb erleben. Das kann ich denen in ihren Schlauchbooten im Mittelmeer unterstellen, aber die Leute, die von einem sicheren EU-Land in ein anderes sicheres EU-Land "fliehen" und dabei ihr Leben aufs Spiel setzen, die machen das garantiert nicht um ihr Leben zu schützen.

    Nur, wer sagt mir nun, dass die, die in ihren Schlauchbooten daher kommen, das nicht aus exakt den gleichen Gründen machen wie die dort am Tunnel???

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