Frankreich und Spanien lehnen exterritoriale Lager ab
G-5-Innenminister beraten über Flüchtlingslager

Die Innenminister der so genannten G-5-Staaten haben sich zu Beratungen über Flüchtlingslager in Nordafrika getroffen. Vor der Kanaren-Insel Fuerteventura wurden 117 Flüchtlinge aufgegriffen.

HB BERLIN. Die Innenminister von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien diskutieren in Florenz über die umstrittene Einrichtung von Auffanglagern in Nordafrika. Der Vorschlag wird von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) und seinem italienischen Kollegen Giuseppe Pisanu unterstützt. Schily und Pisanu wollen mit den Lagern Flüchtlinge von der lebensgefährlichen Reise in völlig überladenen kleinen Booten über das Mittelmeer abhalten. Frankreich und Spanien sind gegen exterritoriale Lager.

In der Innenstadt von Florenz demonstrierten am gestrigen Samstagabend mehrere hundert Flüchtlinge gegen das Treffen. Auf Transparenten war unter anderem zu lesen: «Florenz gegen Rassismus – niemand ist illegal.»

Die spanische Küstenwache hat am gestrigen Samstag 117 Flüchtlinge in drei Booten vor der kanarischen Insel Fuerteventura im Atlantik aufgegriffen. Nach Informationen der Behörden stammen die meisten von ihnen aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Erst am vergangenen Freitag hatte die Küstenwache 264 Flüchtlinge auf dem Weg zu den Kanaren in Gewahrsam genommen.

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